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Linke gegen Olympia-Bewerbung
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Linke gegen Olympia-Bewerbung

Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 13:18

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Die Partei "Die Linke" in der StädteRegion ist gegen die Bewerbung Aachens für olympische und paralympische Spiele.

Das hat sie jetzt im Vorfeld der Sitzung des Städteregionsausschusses am kommenden Mittwoch mitgeteilt.

Deswegen will die Linke sowohl den SPD-Antrag als auch die Beschlussvorlage der Verwaltung ablehnen, die beide vorsehen, dass die Städteregion aktiv um die Zustimmung im Ratsbürgerentscheid wirbt.

Man würde sich zum verlängerten PR-Arm einer milliardenschwerden Bewerbung machen, deren Risiken alleine bei den Kommunen hängen bleiben, heißt es. Außerdem vernachlässige das Internationale Olympische Komitee den Breitensport zugunsten von Prestigeobjekten.

Stimmen:

  • Katharina Grudin, Fraktionsvorsitzende der Linken im Städteregionstag und Mitglied des Städteregionsausschusses: „Es ist nicht die Aufgabe der Städteregion, sich zum verlängerten PR-Arm einer milliardenschweren Bewerbung zu machen, deren Risiken allein bei den Kommunen hängen bleiben. Während das IOC Milliardengewinne steuerfrei einstreicht, soll die Bevölkerung zur Zustimmung gedrängt werden, ohne dass ein seriöses Finanzkonzept vorliegt. Wir lehnen es ab, Steuergelder für eine einseitige Informationspolitik zu verschwenden, die kritische Stimmen und die enormen finanziellen Risiken für die Region völlig ausblendet.“
  • Tim Wende, Kreissprecher der Partei Die Linke und sportpolitischer Sprecher ihrer Aachener Stadtratsfraktion: „Allein in der Stadt Aachen sind schätzungsweise über 80 Sporthallen sanierungsbedürftig. Wir sagen Ja zum Sport, aber Nein zu diesem kommerzialisierten Mega-Event. Die versprochenen Olympia-Milliarden fließen in wenige Wettkampfstätten, von denen der Schul- und Vereinssport nach den Spielen kaum profitieren wird. In Aachen stehen wir vor einem riesigen Investitionsstau bei maroden Turn- und Schwimmhallen. Wir brauchen Investitionen in die Basis, in den täglichen Sport für alle Sportlerinnen und Sportler, statt für zwei Wochen Spitzensport die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Kommunen für Jahrzehnte zu gefährden.“
  • Darius Dunker, stv. Fraktionsvorsitzender im Städteregionstag: „Es ist gut, dass die Bevölkerung gefragt wird, ob sie der Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele zustimmt, aber die Abstimmung muss auch fair sein. Die Kommunen dürfen den Bürgerinnen und Bürgern nicht vor der Abstimmung sagen, wie sie bitte abstimmen sollen.“
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