Anzeige
Leitentscheidung zum Braunkohleausstieg
© Pixabay
Teilen: mail

Leitentscheidung zum Braunkohleausstieg

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.09.2023 09:15

Anzeige

Dass im Braunkohle-Tagebau Garzweiler (Foto oben) fünf Dörfer in Erkelenz doch bleiben und nicht weggebaggert werden, hat die NRW-Landesregierung jetzt in einer neuen Leitentscheidung nochmal klargestellt.

Es handelt sich um Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath.

Frühere Bewohner sollen ihre Häuser zurückkaufen können, die meisten sind schon weggezogen. Jetzt sollen die Umsiedlungen „vorzeitig und sozialverträglich beendet“ werden. Frühere Bewohner mit Umsiedlerstatus und deren Kinder sollen eine zeitlich befristete Vorkaufsoption bekommen.

Das Düsseldorfer Kabinett hat die neue Leitentscheidung schon am Dienstag verabschiedet, am Freitag wird der Landtag darüber in Kenntnis gesetzt.

Betroffen sind nicht nur die fünf Dörfer am Tagebau Garzweiler, sondern auch der ebenfalls leerstehende Ort Morschenich am Tagebau Hambach. Die meisten Häuser gehören dem Energieunternehmen RWE. Die Umsiedlungen der Erkelenzer Dörfer laufen seit 2016. Das förmliche Umsiedlungsende wird in der Leitentscheidung auf den Stichtag 30. Juni 2026 festgelegt. Grundstücke am neuen Standort müssen bis dahin für mögliche Umsiedlungswillige freigehalten werden.

Die neue Leitentscheidung enthält Grundsätze für die Raumentwicklung und die beschlossene Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler, aber auch Vorgaben für die künftige Entwicklung. So wird bekräftigt, dass die Befüllung des Tagebausees Garzweiler möglichst weiterhin innerhalb von 40 Jahren nach der Auskohlung erfolgt sein soll. Befüllt werden soll er mit Rheinwasser – dafür ist eine Transportleitung erforderlich.

Frühere Tagebau-Flächen sollen „hochwertig rekultiviert“ werden. Dabei sollen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Klimaanpassung und Naturschutz berücksichtigt werden. Auf den rekultivierten Flächen soll der Ausbau erneuerbarer Energien flächenschonend vorangetrieben werden. Es sollen mehr Flächen für Wind- und Solarenergie genutzt werden können. Für die Menschen sollen siedlungsnahe Freizeit- und Erholungsräume entstehen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige