
Leichtere Versorgung von Kindern mit Antibiotika
Apotheken in der Städteregion Aachen können Kinder jetzt besser mit Antibiotika versorgen. Die Städteregion hat in Abstimmung mit dem zuständigen Landesministerium eine Allgemeinverfügung erlassen, die beispielsweise Import-Regelungen erleichtert.
Die Apotheken dürfen jetzt antibiotikahaltige Säfte für Kinder, die in Deutschland nicht zugelassen sind, aus Mitgliedsstaaten der EU oder des EU-Wirtschaftsraumes einführen - auch ohne Rezept.
Der Gesundheitsdezernent der Städteregion Aachen, Michael Ziemons, verspricht sich davon gerade im Dreiländereck eine zumindest teilweise Verbesserung der Versorgungssituation.
„Die Allgemeinverfügung der StädteRegion wird natürlich nicht dafür sorgen können, dass es ab morgen keine Probleme mehr in der Versorgung gibt“, so Ziemons, denn beinahe jedes zweite rezeptpflichtige Arzneimittel ist mittlerweile von Lieferengpässen betroffen. Die Ursachen dafür seien u.a. starke regulatorische Einschränkungen und Probleme durch die Verlagerung von Wirkstoff- und Arzneimittelproduktion ins Ausland. „Das alles liegt verständlicherweise außerhalb unseres Einflussbereichs als StädteRegion. Es besteht auch weiterhin vor allem ein großer Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber“, so Ziemons weiter.
Die neue Verfügung gilt erstmal bis Ende des Jahres.
Veröffentlicht: Freitag, 02.06.2023 04:50