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"Leben mit HIV. Anders als du denkst."
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"Leben mit HIV. Anders als du denkst."

Veröffentlicht: Freitag, 01.12.2023 06:41

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Am 1. Dezember ist der Welt-AIDS-Tag. Die Aachener AIDS-Hilfe weist auf die aktuelle Kampagne zu dem Mottotag hin: "Leben mit HIV. Anders als du denkst."

Damit will man deutlich machen, dass Menschen mit HIV heute wie alle anderen leben können. Denn bei rechtzeitiger Behandlung lässt sich der Ausbruch von Aids verhindern - und der HI-Virus ist unter Therapie auch nicht mehr übertragbar.

Dennoch leiden HIV-positive Menschen nach wie vor oft unter Diskriminierung. Deshalb seien am 1.12. alle aufgefordert, die Kampagne zu unterstützen, darüber mit anderen zu sprechen und als äußeres Zeichen auch heute wieder die rote Schleife zu tragen. -

Voraussetzung für eine rechtzeitige Behandlung ist die frühzeitige Diagnose durch einen Test. Hier weist die AIDS-Hilfe Aachen e.V. im Rahmen des Welt-Aids-Tages auf ihre Testangebote in der Städteregion Aachen hin.

Insgesamt dürfe außerdem nicht in Vergessenheit geraten: Nicht in allen Ländern sind die Bedingungen und Voraussetzungen bezüglich der Bekämpfung der AIDS-Epedemie in gleichem Maße vorhanden, insbesondere im südlichen Afrika. Das spiegele sich auch in den Fallzahlen bezüglich der Infektionen mit HIV wider.

Weil es längst möglich ist, die Aids-Epidemie zu beenden, können das Ziel nur lauten: Alle Menschen ohne HIV müssen Zugang zu Informationen und Schutzmöglichkeiten erhalten - und HIV-positive Menschen medizinische Behandlung und jede Unterstützung, die sie brauchen.


HIV und AIDS in Zahlen - Daten & Fakten weltweit

* Weltweit leben etwa 39 Millionen Menschen mit HIV.

* 75% der Menschen mit HIV erhalten Medikamente – etwa ein Viertel also nicht.

* 2022 starben weltweit 630.000 Menschen an den Folgen von AIDS.

* Seit Beginn der Epidemie sind über 40 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS gestorben.

* Die Corona-Pandemie hat die Maßnahmen gegen HIV/AIDS zurückgeworfen, zum Beispiel weil Gesundheitssysteme überlastet waren

* Kontaktbeschränkungen haben HIV-Tests behindert und führten in vielen Ländern zu einemstarken Rückgang der Diagnosen. Auch die medikamentöse Versorgung wurde teilweiseeingeschränkt oder unterbrochen.

* Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Osteuropa und Zentralasien ist die Zahl der Infektionen in den letzten Jahren gestiegen, zugleich haben prozentual viel weniger Menschen Zugang zur HIV-Therapie.

* Ausführliche Informationen zur internationalen Situation finden sie auf der Webseite vonUNAIDS, dem Programm der Vereinten Nationen zu HIV/ AIDS.


* In Deutschland leben rund 92.000 Menschen mit HIV.

* 2022 sind 2.515 Menschen neu mit HIV diagnostiziert worden. Tendenz: leicht steigend.

* 96% der Menschen mit HIV-Diagnose nehmen HIV-Medikamente.

* Rund 10% der Menschen mit HIV in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion und erhalten deswegen keine Behandlung.

* Deswegen erkranken immer noch über 1.000 Menschen pro Jahr an AIDS oder einemschweren Immundefekt – obwohl es vermeidbar wäre.

* Etwa 33.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben

* Zahlen zu HIV in Deutschland sind auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts abrufbar.


Region Aachen

* Das RKI meldet für die Städteregion Aachen in 2022 14 neue HIV-Erstdiagnosen, in den letzten 11 Jahren waren es 186. In der Aachener Schwerpunktpraxis waren in 2020 827 Patienten in Behandlung, 98 % davon unter HIV Therapie. 73,5 % der Behandelten waren Männer, 25% Frauen, 1,5 % Diverse. Die Beratungs- u. Begleitungsangebote der AIDS-Hilfe Aachen e.V. wurden bisher von 556 HIV-Positiven Menschen in Anspruch genommen.

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