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Labor zum Entwickeln und Testen medizinischer Innovationen
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Labor zum Entwickeln und Testen medizinischer Innovationen

Veröffentlicht: Freitag, 12.01.2024 14:33

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In Aachen hat NRW-Wissenschaftsministerin Brandes am Freitag ein neues Labor für Therapien von morgen eingeweiht.

Das "Leibniz Joint Lab „first in Translation“" (fiT) wird vom DWI–Leibniz-Institut für Interaktive Materialien und der Aachener Uniklinik betrieben.

Dort können künftig auf über 1000 Quadratmetern medizinische Innovationen unter modernsten Bedingungen hergestellt und getestet werden. Das Leibniz Joint Lab fiT biete somit ideale Voraussetzungen, um herausragende Entwicklungen aus der Grundlagenforschung in die klinische Prüfung zu bringen, heißt es.

Das neue Labor besteht aus rund 500 Quadratmetern Produktionsfläche (Laborfläche und Reinräume) sowie 600 Quadratmetern Schulungs- und Büroräumen. Herzstück des neuen Gebäudes sind die verschiedenen Reinräume: Hier können medizinische Innovationen mit den hohen Qualitätsansprüchen hergestellt werden, die für eine erstmalige Anwendung in klinischen Studien vorausgesetzt werden – sogenannte "klinische Prüfmuster". Die Herstellung erfolgt nach strikten Normen und Richtlinien. Forscher aus Materialwissenschaften und Medizin erhalten so die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Forschung und Materialentwicklung in die klinische Praxis zu überführen.

„Mit dem fertiggestellten Gebäude am Standort Aachen werden Forschende dazu in der Lage sein, das Potenzial ihrer Innovationskraft voll auszuschöpfen, indem die Arbeit des Leibniz Joint Lab langfristig dazu beiträgt, die Lücke zwischen Neuentwicklungen aus dem Labor und der Übertragung ans Patientenbett zu schließen“, betont Prof. Dr. Andreas Herrmann, wissenschaftlicher Direktor des DWI. „Das DWI verbindet somit im besten Sinn die Themen Mensch, Medizin und Materialien.“

Die Gesamtbaukosten für den Forschungsneubau fiT belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben am Leibniz-Institut DWI mit 7,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 14,3 Millionen Euro aus dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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