
In Aachen und der Region gab es im vergangenen Jahr so wenig Verbrechen wie schon seit 10 Jahren nicht mehr. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik der Aachener Polizei hervor.
Demnach haben die Beamten rund 43.000 Verbrechen verzeichnet. Das sind 5,6 Prozent weniger als noch das Jahr zuvor.
Besonders stark ging die Zahl der Wohnungseinbrüche zurück. Dort erfasste die Polizei einen Rückgang von knapp 38 Prozent. Das liegt unter anderem am Schnappen einer Tätergruppe, die seit 2013 insgesamt mindestens 56 Mal hier bei uns in der Region in Häuser eingebrochen sind, so die Polizei.
Aber auch die Verlagerung von Delikten wird als Grund genannt. Zum Beispiel in den Fahrraddiebstahl. Dort gab es einen Anstieg von rund 13 Prozent, wodurch Schäden von rund 3,2 Millionen Euro entstanden sind.
Auch die Zahl der Geldautomatensprengungen hat sich verändert: Im Vergleich zu 2020 wurden drei Automaten weniger gesprengt, insgesamt waren es hier bei uns sieben Geldautomaten. Besorgniserregend ist für die Polizei, dass die Täter in Kauf nehmen, Personen im unmittelbaren Nahbereich zu gefährden, vorbeifahrende und geparkte Autos und Häuser massiv zu beschädigen.
Bei der Verbreitung, dem Besitz oder der Herstellung von Kinderpornografie hat es einen Anstieg von 194 Prozent gegeben (88 Fälle im Jahr 2020; 171 Fälle im Jahr 2021). Dazu sagt die Polizei, dass bei 35 Prozent der Verbreitung oft Kinder und Jugendliche selbst die Inhalte teilen, weil sie es lustig finden und/oder sich keine Gedanken über das Verbrechen machen.
Kriminalität in den einzelnen Kommunen
- Aachen: -5,3 Prozent
- Eschweiler: -17,6 Prozent
- Herzogenrath: -2,9 Prozent
- Stolberg: +2,6 Prozent
- Würselen: +2,1 Prozent
- Roetgen, Simmerath, Monschau: +2,7 Prozent
Die gesamte Kriminalstatistik der Aachener Polizei findet ihr HIER.



