Kommunalwahl in Aachen ohne FDP?

© Antenne AC

In der Stadt Aachen kann die FDP bei den kommenden Kommunalwahlen Mitte September voraussichtlich nicht antreten.

Der Wahlausschuss der Stadt hat am Freitagmittag alle 40 liberalen Bewerber für den Stadtrat und OB-Kandidat Wulf Pabst von der Teilnahme an der Wahl ausgeschlossen.

Der Grund sind diverse Mängel bei den Aufstellungsversammlungen der FDP. In der Ausschussvorlage hat die Verwaltung sie insgesamt elf Seiten lang beschrieben.

Die FDP kann die Entscheidung noch anfechten.

Alle anderen Wahlvorschläge für die 33 Wahlbezirke der Stadt Aachen und die Wahl der Bezirksvertretungen hat der Wahlausschuss der Stadt Aachen einstimmig zugelassen. 

Für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters kandidieren demnach Sibylle Keupen (BÜNDNIS90/Die GRÜNEN), Dr. Michael Ziemons (CDU), Michael Servos (SPD), Ellen Rita Begolli (DIE LINKE), Xenia Mareike Lehmann (Die PARTEI), Jörg Polzin (Einzelbewerber), Margarete Ute Haupts (UWG Aachen), Alexandra Karoline Radermacher (Volt) und Kirill Karasev (BSW). 


In der StädteRegion keine Beanstandungen

Der Wahlausschuss der StädteRegion Aachen hat für das Amt der Städteregionsrätin beziehungsweise des Städteregionsrates alle sieben Bewerberinnen und Bewerber, die es beantragt haben, zugelassen. Das ist übrigens eine Rekordzahl seit Beginn der StädteRegion im Jahr 2009, so Wahlleiterin und Kreisdirektorin Birgit Nolte. Diese sieben Frauen und Männer werden auf dem Wahlzettel am 14.09.2025 aufgeführt:

  • Dr. Grüttemeier, Tim - Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
  • Köster, Janine - Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Schmitt-Promny, Anna Karin - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
  • Pontzen, Christoph - Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Klöcker, Andreas - Alternative für Deutschland (AfD)
  • Dunker, Darius Karl - Die Linke (Die Linke)
  • Franke, Johannes Hubertus ("Hubert vom Venn") - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)

Sollte es im ersten Wahlgang niemandem gelingen, die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich zu vereinigen, wird es zwei Wochen später, am 28.09.2025 eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerberinnen und Bewerbern mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang geben.

Für die Wahl zum Städteregionstag sind die folgenden zehn Parteien/Wählervereinigungen zugelassen:

  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Die Linke (Die Linke)
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
  • Unabhängige und Freie Wählergemeinschaft Städteregion Aachen e.V. (UFW)
  • Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW)
  • Volt Deutschland (Volt)

Alle zehn Parteien / Wählervereinigungen haben jeweils Reservelisten eingereicht, die genehmigt worden sind. Insgesamt stehen 340 Bewerber/ innen für die 72 Sitze im Städteregionstag zur Wahl. Die erstgenannten acht Parteien/ Wählervereinigungen haben zudem für alle 36 Städteregionstagswahlbezirke vor Ort Kandidat_innen benannt. Das BSW (22) und Volt (31) konnten nur für einen Teil der 36 Bezirke die notwendigen Unterstützungsunterschriften beibringen.

Im Ergebnis werden sieben Kandidat/innen für die Wahl zur Städteregionsrätin/ zum Städteregionsrat und je nach Wahlbezirk bis zu zehn Parteien/ Wählergruppen für die Wahl zum Städteregionstag am 14.09.2025 auf dem Stimmzettel stehen.