
Im Centre Charlemagne in Aachen sind ab Samstag (22.1.22) seltene keltische Goldmünzen zu sehen.
Die Münzen stammen ungefähr aus dem frühen ersten bis zweiten Jahrhundert vor Christus, hat uns Stadt-Archäologe Andreas Schaub gesagt. Also in etwa aus der Zeit, kurz bevor Julius Caesar Gallien eroberte.
Die Münzen weisen erstmals nach, dass in der keltischen Epoche im Raum Aachen mehr los war als bisher gedacht. Es handelt sich um zwei jeweils rund sechs Gramm schwere Goldmünzen, deren Prägung sie als „Ambianerstatere“ ausweisen. Die Ambiani waren ein keltischer Volksstamm in der Gegend des heutigen Amiens (Frankreich). Münzen dieses Typs wurden in verschiedenen Varianten ausgeprägt und sind in unseren Breiten äußerst selten. Vor allem eine Variante wurde in der münzkundlichen Forschung bisher mit dem Stamm der Eburonen in Verbindung gebracht, die in unserer Region verortet werden.
Die Stadt Aachen hat die Münzen aus einem privaten Nachlass gekauft - zu einem "sehr fairen Preis"...
