
Keine Entspannung auf Aachener Wohnungsmarkt
Auf dem Aachener Wohnungsmarkt ist keine Entspannung in Sicht. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht vor.
Darin zeigt sich, dass sich Bauland, Wohneigentum und Mieten verteuern und es immer schwieriger wird, passende und trotzdem bezahlbare Wohnungen zu finden. Dazu tragen auch viele weltpolitische Herausforderungen bei, heißt es von der Stadt. Darunter die Klimakrise, die Coronapandemie, der demographische Wandel und der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.
Schwierig sei vor allem die fehlende Vorhersehbarkeit der weiteren weltpolitischen Entwicklung, so die Stadt zum aktuellen Wohnungsmarktbericht. Demnach seien die Auswirkungen von Inflation und steigenden Nebenkosten, aber auch das Wachstum der Studentenzahlen nicht gut kalkulierbar. Außerdem fallen viele Wohnungen aus der Mietpreis- und Belegungsbindung, und Baukosten und Finanzierungskosten für Bauvorhaben steigen. So werden in den nächsten Jahren also auch in Aachen tendenziell weniger neu geschaffene Wohnungen auf den Wohnungsmarkt gelangen.
Um dem entgegenzuwirken will die Stadt Aachen nächstes Jahr eine Informationskampagne zur öffentlichen Wohnraumförderung auf den Weg bringen. Damit sollen potentielle Investoren überzeugt werden von den Förderkonditionen des Landes NRW und vom sozialen wie wirtschaftlichen Mehrwert.
Vorzeigeprojekt seien die Talbothöfe an der Jülicher Straße in Aachen. Dort entstehen rund 200 Wohnungen für mindestens 500 Menschen - rund 75 Prozent davon sind öffentlich geförderter Wohnungsbau.
Veröffentlicht: Freitag, 09.12.2022 10:39