
Damit keine Tiere unter dem Weihnachtsbaum landen, wird im Aachener Tierheim ab dem 22. Dezember nicht mehr vermittelt. Die Regelung gilt bis zur ersten Januarwoche.
In Einzelfällen gibt es Ausnahmen, dazu sollen Interessenten eine Mail ans Tierheim schicken und begründen, warum sie das Tier unbedingt kennenlernen wollen.
Der Tierheim-Vorstand bittet, keine Tiere unüberlegt an Weihnachten zu verschenken und erst recht nicht unseriöse Anbieter im Internet zu unterstützen.
Aktuell gibt es noch einige Welpen und Kitten im Aachener Tierheim. Die stammen aus einer Beschlagnahmung im Oktober. Ein Tiertransporter wurde auf der A4 bei Eschweiler angehalten. 33 Hunde und 20 Katzen wurden gefunden. Sie waren erst wenige Wochen alt. Der Fahrer hatte keine Papiere für die Tiere.
Alarmzeichen für unseriöse Angebote
Das Veterinäramt der StädteRegion Aachen hat Alarmzeichen für unseriöse Angebote im Internet zusammengefasst:
- Die Welpen werden in den Anzeigen nur schlecht oder unzureichend beschrieben.
- Die Anbieter treten unter Verwendung eines Pseudonyms auf.
- Ein und derselbe Anbieter hat verschiedene Rassen im Angebot.
- Die Anbieter bieten eine Lieferung nach Hause an.
- In der Anzeige fehlen Fotos und Angaben zur Mutterhündin.
Die Anbieter haben in der Weihnachtszeit Hochkonfunktur, so das Veterinäramt. Vor allem Hundewelpen ohne Ausweise und Kaufverträge werden als Schnäppchen angeboten. Die stammen oft aus illegalen "Hundefabriken" im Ausland. Das Leid der Welpen ist immens und werden als Massenware "produziert", heißt es.
Dringender Appell
Egal wie süß sie aussehen und wie günstig sie angeboten werden, oft haben diese Welpen und Kitten Krankheiten, die erst später richtig schlimm werden. Hinzu kommen Verhaltensstörungen. Die sind oft der Grund, warum die Tiere nach kurzer Zeit im Tierheim abgegeben werden. Bitte unterstützt keinen Onlinehandel mit Tieren und besucht (wenn geöffnet) lieber ein Tierheim in eurer Nähe!