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Karlspreis für Draghi: Appell für starkes Europa
© J.Beginn / blaulichtdoku_ac
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Karlspreis für Draghi: Appell für starkes Europa

Veröffentlicht: Donnerstag, 14.05.2026 13:02

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In Aachen ist Mario Draghi am Donnerstag mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet worden.

In seiner Rede rief der frühere EZB-Präsident zu mehr europäischer Handlungsfähigkeit auf. Angesichts von Ukrainekrieg, geopolitischen Spannungen sowie der Konkurrenz durch die USA und China warnte Draghi vor einem „alleinstehenden Europa“. Die EU müsse den Binnenmarkt vollenden, stärker in Technologie und Verteidigung investieren und unabhängiger werden. Zum Abschluss appellierte er an Europa, mutiger und entschlossener zu handeln. Dafür erhielt Draghi stehende Ovationen.

Der Italiener sprach mehr als eine halbe Stunde lang über Europas wirtschaftliche und politische Herausforderungen. Inhaltlich knüpfte seine Rede an den sogenannten Draghi-Report zur Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union an, ein zentraler Grund für die Auszeichnung mit dem Karlspreis.

Auch Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons, Bundeskanzler Friedrich Merz und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis würdigten Draghi in ihren Reden. Ziemons erinnerte an Draghis berühmtes „Whatever it takes“ während der Eurokrise 2012 und forderte mehr Entschlossenheit von Europas Politik. Merz bezeichnete Draghi als mutigen Krisenmanager und „Retter des Euro“. Mitsotakis dankte Draghi für dessen Unterstützung Griechenlands während der Eurokrise und sprach sich für mehr europäische Souveränität und Investitionen in die Verteidigung aus.

Zum Abschluss betonte der neue Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Armin Laschet, die Bedeutung eines handlungsfähigen Europas angesichts der aktuellen weltpolitischen Spannungen.

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Michael Ziemons, Oberbürgermeister von Aachen
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Martin Schulz, Ehemaliger Präsident des EU-Parlaments
Würdige Veranstaltung
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Die Polizei Aachen zieht zur Verleihung des Karlspreises 2026 eine insgesamt positive Bilanz. Die Veranstaltung im Aachener Rathaus verlief aus polizeilicher Sicht ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen wurden wie geplant umgesetzt, größere Störungen blieben aus.

Auch die angekündigten Versammlungen in der Innenstadt verliefen störungsfrei und mit überschaubaren Teilnehmerzahlen. Trotz wechselnder Kundgebungen und einzelner Verkehrseinschränkungen blieb die Lage insgesamt ruhig und geordnet.

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