
Kampf gegen organisierte Schwarzarbeit
Im Kampf gegen organisierte Schwarzarbeit haben Einsatzkräfte des Aachener Zolls im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aachen am frühen Donnerstagmorgen in Düren und Kerpen mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.
Die Beschuldigten kommen aus dem Bereich des Abbruchgewerbes. Sie werden verdächtigt, in ein betrügerisches Firmengeflecht verstrickt zu sein, in dem Arbeitnehmer aus Osteuropa oder auch Flüchtlinge angeworben, mit Schwarzgeld entlohnt und auf deutschen Baustellen eingesetzt wurden. Zu den Hauptverdächtigen zählen ein 57- Jähriger und sein 33- jähriger Sohn aus Düren, die vorläufig festgenommen worden sind.
Insgesamt stehen veruntreute und vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge und hinterzogene Lohnsteuern von mehr als 1,5 Millionen Euro im Raum.
Die Beschuldigten sollen durch vorgetäuschte Nachunternehmerleistungen in einem Netzwerk von Scheinfirmen die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse ihrer Arbeiter verschleiert haben. So sollen die Beschuldigten immer neue Subunternehmerketten gebildet haben. Außerdem sollen sie die bei Asbestsanierungen eingesetzten Arbeiter teilweise mit gefälschten Gesundheitszeugnissen oder Sachkundenachweisen ausgestattet haben.
Im Raum steht dazu noch der Vorwurf, dass Mitarbeiter als Drogenkuriere eingesetzt worden sein sollen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.09.2022 10:14