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Intensivstationen: Lage "relativ zugespitzt"
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Intensivstationen: Lage "relativ zugespitzt"

Veröffentlicht: Freitag, 19.03.2021 13:58

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Auf den Intensivstationen in der Städteregion Aachen ist die Situation momentan "relativ zugespitzt", sagt Prof. Dr. Gernot Marx von der Aachener Uniklinik, der Präsident der Intensivmediziner.

Aktuell (Stand Freitag, 19.3.21) sind nur 12 der insgesamt 272 Intensivbetten frei. Das heißt, man ist zwar immer noch aufnahmefähig, Marx spricht aber von einer schon sehr geringen Anzahl freier Betten. Einige Krankenhäuser sind komplett ausgelastet, die meisten melden begrenzte Kapazitäten, die Uniklinik hat noch verfügbare Betten.

Bundesweit gibt es aktuell knapp 2.900 Intensivpatienten mit Covid-19, das entspreche dem Höchststand in der ersten Welle, sei aber immer noch deutlich weniger als Anfang des Jahres mit knapp 6.000 Intensivpatienten. Allerdings sei die Situation immer noch belastend für Teams in den Intensivstationen.

Angesichts einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 brauche man dringend wieder die Rückkehr zu den Lockdown-Maßnahmen, so Marx. Ansonsten liege man Mitte bis Ende April bei einer Inzidenz von 200 und hätte wieder 5.000 bis 6.000 Intensivpatienten mit Covid-19. Das wäre eine Belastung, die schon sehr an die Grenze gehen würde.

Universitäts-Professor Dr. med. Gernot Marx, ist Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Aachener Uniklinik der RWTH und seit dem 1. Januar 2021 neuer Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

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