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IHK-Umfrage zur A544-Sperrung
© IHK Aachen/Jörg Hempel
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IHK-Umfrage zur A544-Sperrung

Veröffentlicht: Dienstag, 14.02.2023 09:12

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Durch die geplante Vollsperrung der Aachener Stadtautobahn A544 wegen des Neubaus der Haarbachtalbrücke befürchten 55 Prozent der betroffenen Unternehmen Umsatzrückgänge.

Das hat die Aachener Industrie- und Handelskammer (IHK) jetzt bei einer eigenen Umfrage festgestellt.

85 Prozent der Befragten rechnen auch mit Staus im vorgesehenen Ausweichnetz und infolgedessen mit großen oder sehr großen Zeitverlusten für ihr Personal auf dem Weg zur Arbeit.

Rund 85.000 Personen pendeln täglich in das Oberzentrum Aachen, ein Großteil davon mit dem Auto über die A544.

Nach Ansicht von IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer (Foto unten) ist wertvolle Zeit im deutschen Planungs- und Genehmigungsdschungel verloren gegangen. Deshalb sei es jetzt umso wichtiger, schnell pragmatische Lösungen zu finden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Dafür stehe man im regelmäßigen konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren.

Ein zentraler Baustein, um Betroffenen zu helfen, ist aus Sicht der IHK Aachen die Optimierung des planbaren Berufsverkehrs. Knapp jedes zweite Unternehmen will künftig verstärkt auf mobiles Arbeiten setzen, um Verkehre zu vermeiden. Jeder vierte Befragte denkt außerdem über Anpassungen der Arbeitszeiten nach, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Stoßzeiten im Berufsverkehr auszuweichen.

Knapp ein Viertel der Unternehmer sehen betriebliches Mobilitätsmanagement als Teil der Lösung.

Mobiles Arbeiten und Homeoffice, die Nutzung von Co-Working-Spaces in der umliegenden Städteregion, Fahrgemeinschaften und der Umstieg auf Bus und Bahn sind aus Sicht der IHK Aachen wirksame Methoden, um Pendelverkehre effizient zu managen. Darüber hinaus seien eine dauerhafte Kommunikation und regelmäßige Informationen während der Bauphase unabdingbar, fordert die IHK Aachen. Sie sieht die jüngsten Bemühungen der Beteiligten auf dem richtigen Weg. „Eine gute Verkehrslenkung und tagesaktuelle Verkehrsinformationen mit Echtzeitdaten sind unerlässlich, damit Betroffene die Unwägbarkeiten während der Bauphase meistern können. Ideen hierzu werden wir unterstützen“, betont Bayer. Denn neben Pendel- und Logistikverkehren kommen Kunden- und touristische Verkehre hinzu. Auch Großveranstaltungen müssen 2023 und 2024 in Aachen möglich sein, so Bayer weiter.

Die IHK Aachen hat für ihre jüngste Erhebung 570 Unternehmen im direkten Umfeld der A544 befragt. Die Rücklaufquote liegt bei rund 12 Prozent – ein Wert, der tendenzielle Rückschlüsse auf das aktuelle Stimmungsbild der Betroffenen zulässt.

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IHK-Umfrage zur A544-Sperrung
© Stadtbild/Renate Schütt
Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen
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