
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert angesichts stetig steigender Spritpreise und gestörter Lieferketten ein neues Denken und Handeln der Politik.
Nach Ansicht des IHK-Verkehrsausschusses sollen Bund und Länder transparent über die Versorgungslage informieren, eine Mineralölsteuer-Rückerstattung für gewerbliche Nutzer einführen und betroffenen Unternehmen schnelle Liquiditätshilfen gewähren. Das Bundeskartellamt müsse bei auffälligen Preisentwicklungen eingreifen.
Langfristig setzt die IHK Aachen auf den beschleunigten Ausbau von Elektromobilität und alternativen Antrieben wie Wasserstoff oder erneuerbarem Diesel. Entlastungsmaßnahmen nach dem Gießkannenprinzip wie der frühere Tankrabatt würden nicht ausreichen, um die strukturellen Probleme zu lösen.
Ingo Malsbenden, der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses: „Bereits der erste Tankrabatt der Bundesregierung hat die strukturellen Probleme in Deutschland nicht gelöst – eine Entlastung nach dem Gießkannenprinzip ist weder zielgenau noch geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit unserer gewerblichen Transportwirtschaft dauerhaft zu sichern. (...) Durch Effizienzsteigerungen, Telematik, optimiertes Routing, die Reduzierung von Leerfahrten und die Verlagerung von Transporten auf Schiene und Binnenschiffe leistet die Logistikbranche bereits heute ihren Beitrag zur Krisenbewältigung.“
