
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert von der Politik Mut, um den Strukturwandel im Rheinischen Revier voranzutreiben.
„Es müssen jetzt Lösungen her. Nicht unendliches Abwägen potenzieller Probleme", hat IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel diese Woche beim "Blauen Salon" der IHK Aachen gesagt.
Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten vereinfacht und beschleunigt werden. So habe man zu Beispiel einen "Pakt für Planungsbeschleunigung" initiiert, den man in rund einem Monat NRW-Wirtschaftministerin Neubaur vorstellen will.
Weitere Infos der IHK Aachen zum jüngsten "Blauen Salon":
Neben dem Thema Wettbewerbsfähigkeit standen beim Blauen Teppich auch die Energie- und Mobilitätswende im Fokus. Neubaur habe die Chancen aufgezeigt, das Rheinische Revier zu einem Vorreiter für digitale und nachhaltige Transformation zu machen: „Wir brauchen mutige Antworten und müssen innovative Lösungen jetzt schnell in die Anwendung bringen, um neue Wertschöpfungsketten und Leitmärkte zu schaffen. So wird Nordrhein-Westfalen beim Kraftakt der klimaneutralen Transformation zum Spielmacher.“
Als Vertreter aus Wissenschaft und Forschung hat sich Professor Dr. Stefan Pischinger, der Leiter des Instituts für Thermodynamik an der RWTH Aachen und Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der FEV Group GmbH, für mehr Technologieoffenheit ausgesprochen: „Natürlich muss man Dinge regulieren, aber Verbote per se verzerren unsere Wettbewerbsfähigkeit.“
Jungunternehmer wie Lilian Schwich vom Start-up "cylib GmbH" und Dirk Reuters von der Talbot Holding haben deutlich gemacht, dass sie planbare Rahmenbedingungen, politische Unterstützung und Investoren benötigen. Eine Standortverlagerung komme für sie nicht infrage.

