
IG BAU rät zum Gehaltscheck
Die rund 3.700 Bau-Beschäftigten in der Städteregion Aachen verdienen seit letztem Monat mehr und sollten deswegen ihre Gehaltsabrechnung kontrollieren, empfiehlt die Gewerkschaft IG BAU Aachen.
Ein gelernter Maurer kommt jetzt auf einen Stundenlohn von 22,06 Euro und hat damit am Monatsende gut 80 Euro mehr als bisher (plus 2,2 Prozent) im Portemonnaie.
Auf der April-Abrechnung, die bis Mitte Mai kommt, muss das Plus auftauchen, so die Gewerkschaft - und wer zu wenig bekommt, soll sich an sie wenden. Außerdem sollten Zimmerleute, Betonbauer & Co. auf die anstehende Einmalzahlung von 400 Euro achten, die mit dem Mai-Lohn ausgezahlt wird.
Selbst in Zeiten globaler Krisen seien die Auftragsbücher der heimischen Baufirmen gut gefüllt, heißt es. Wer allerdings nur den gesetzlichen Mindestlohn von 9,82 Euro pro Stunde verdiene, solle sich dringend bei einer neuen Firma einen neuen Job auf dem Bau suchen, so der Rat.
Die Arbeitgeber hätten gerade erst den deutlich höheren Branchen-Mindestlohn scheitern lassen. Damit könnten sie jetzt tatsächlich auch Bauarbeitern maximale Leistung für einen minimalen Lohn abverlangen. Das müsse sich aber keiner gefallen lassen. Wer auf dem Bau zupacke, sei nach wie vor eine gesuchte Kraft und habe mehr verdient.
Die IG BAU weist darauf hin, dass Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb im Arbeitgeberverband ist, einen festen Anspruch auf eine tarifliche Bezahlung haben. Weitere Infos und Tipps gibt es bei der Gewerkschaft vor Ort, online per Video sowie per Tarif-Hotline (069 / 957 37 584).
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.05.2022 08:27