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IG BAU: Mehr Geld für Gebäudereiniger!
© IG BAU
Wichtiger denn je: Ohne die Reinigungskräfte als Hygiene-Experten sei die Bewältigung der Corona-Krise kaum denkbar, so die Gewerkschaft IG BAU.
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IG BAU: Mehr Geld für Gebäudereiniger!

Die rund 2400 Beschäftigten im Gebäudreiniger-Handwerk hier in der StädteRegion Aachen sollen mehr Geld verdienen, sagt die IG BAU.

In der nächsten Tarif-Runde am 3. September wird die Gewerkschaft IG BAU ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche fordern. Damit erhöhe sich der Einstiegsverdienst auf zwölf Euro pro Stunde, Glas- und Fassadenreiniger kämen auf 15,30 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Außerdem will die IG BAU nochmal um ein Weihnachtsgeld in Höhe von 80 Stundenlöhnen kämpfen.

Durch Corona werde deutlich, wie sehr es auf die oft unsichtbare Arbeit von Gebäudereinigern ankomme. „Ohne ihren Einsatz in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Supermärkten würde die Gesellschaft kaum so glimpflich durch die Krise kommen. Letztlich rettet Sauberkeit Leben“, sagt Michael Napetschnig, der Bezirksvorsitzender der IG BAU Aachen. Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen. „Um die neuen Hygienevorschriften einzuhalten, muss noch häufiger gereinigt werden. Etwa in Schulen soll jede Klinke mehrfach am Tag desinfiziert werden“, so Napetschnig. Trotz der zusätzlichen Aufgaben sei jedoch meist kein weiteres Personal eingestellt worden. Auch Bonus-Zahlungen habe es nicht gegeben – „obwohl die Beschäftigten täglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind“.

Die IG BAU weist auch auf massive Lohneinbußen derer hin, die über Monate mit dem Kurzarbeitergeld auskommen mussten. „Nach dieser Durststrecke ist nun jeder zusätzliche Euro wichtig.“

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.08.2020 08:55

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