
IG BAU: Mehr Forstpersonal nötig
Im Raum Aachen muss es mehr Forstpersonal geben, damit die Wiederbewaldung und der klimagerechte Umbau der Wälder klappen, sagt die Gewerkschaft IG BAU in Aachen.
Die Landesregierung habe zwar im Rahmen des Waldpakts eine Million Euro für landesweit 20 neue Stellen bereitgestellt. Die seien aber befristet und reichten angesichts des Ausmaßes der Schäden bei weitem nicht aus, heißt es.
In NRW fallen 2018 bis 2020 insgesamt rund 35 Millionen Kubikmeter Schadholz an. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden bis Jahresende eine Waldfläche von 68.000 Hektar vernichtet haben, besonders betroffen sind die Monokulturen aus Fichten und Kiefern.
Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angeplanzt werden, so die Gewerkschaft. Für diese Mammutaufgabe brauche es allerdings viel mehr Förster und Forstwirte als bisher. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen.
Weil Forstwirte sich inzwischen auch verstärkt um die Privatwälder zwischen Rhein und Weser kümmern müssten, entstehe ein zusätzlicher Bedarf.
Veröffentlicht: Montag, 27.07.2020 08:47