
IG BAU fordert mehr Zollkontrollen auf Baustellen
Veröffentlicht: Montag, 11.09.2023 04:42
Das Aachener Hauptzollamt sollte die Unternehmen im Baugewerbe intensiver kontrollieren, fordert die Gewerkschaft IG BAU hier bei uns.
Der überwiegende Teil der Unternehmen verhalte sich zwar gesetzestreu, aber auf dem Bau gebe es immer wieder ‚schwarze Schafe‘, die man ausfindig machen müsse.
Letztes Jahr seien hier insgesamt 51 Ermittlungsverfahren gegen Firmen eingeleitet worden, die entweder den gesetzlichen Mindestlohn oder bestehende Branchenmindestlöhne unterschritten, gar nicht oder zu spät gezahlt haben. Dass davon nur elf Verfahren im Baugewerbe eingeleitet wurden, sei zu wenig. Jede Kontrolle mehr erhöhe die Chance, weitere Verstöße aufzudecken, so die IG BAU.
Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Aachen sind die Ermittlungsverfahren nur die „Spitze des Eisbergs“. Die tatsächlichen Zahlen dürften, so die Einschätzung von Uwe Brell, weitaus höher sein. „Die Zahl der Mindestlohn-Kontrollen ist zu niedrig. Das Risiko, erwischt zu werden, ist für Mindestlohnbetrüger viel zu gering. Hier muss es einen stärkeren Kontrolldruck geben. Deshalb sollte der Zoll auch in der Städteregion Aachen noch mehr Präsenz zeigen. Dafür ist allerdings entscheidend, dass die FKS zusätzliches Personal bekommt“, sagt Brell.