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IG BAU: Fairer Umgang mit Erntehelfern
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IG BAU: Fairer Umgang mit Erntehelfern

Um Erntehelfer für Obst und Gemüse aus der StädteRegion Aachen sorgt sich die Gewerkschaft IG BAU hier bei uns.

Zusätzlich zum Mindestlohn müsse den Beschäftigten auch eine Erschwerniszulage gezahlt werden, denn sie setzen sich jetzt in der Phase der Corona-Pandemie einem gewissen gesundheitlichen Risiko aus. Deswegen seien mindestens 11 Euro pro Stunde angemessen, fordert die Gewerkschaft.

Außerdem sei eine Art "Ernte-Solidarität" angesagt. Wer aus der Städteregion Aachen zupacken kann, sollte das jetzt tun, denn auf den Höfen fehlen noch viele Helfer. Saisonkräfte aus Rumänien oder Bulgarien dürften aktuell nur bedingt einreisen – zu wenige, um eine reibungslose Ernte zu garantieren.

Spargel, Spinat, Porree … – das April-Gemüse wartet nicht. Und es gehe nicht nur um die Ernte. Es sei auch die Zeit fürs Pflanzen und Säen: Karotten, Blumenkohl, Radieschen, Zwiebeln, Kopfsalat, Kohlrabi & Co. müssten jetzt auf die Felder. Im Mai nehme die Arbeit für Pflanz- und Erntehelfer dann noch einmal deutlich zu.

Die aktuelle Situation dürfe jedenfalls nicht dazu führen, dass Menschen bei der Erntearbeit auf den Feldern über den Tisch gezogen werden.

Neben der Bezahlung sei auch die Hygiene bei der Arbeit auf den Feldern wichtig. Es komme darauf an, auch draußen das regelmäßige Händewaschen und Desinfizieren sicherzustellen. Die Toilette am Feldrand brauche einen Wasseranschluss, das sonst übliche Mobil-WC reiche nicht.

Wenn Pflanz- und Erntehelfer in Unterkünften untergebracht werden, dann seien dabei Einzelzimmer notwendig. Die Corona-Pandemie bedeute das Aus der sonst üblichen Sammelunterkünfte. Denn dort gelte das gleiche wie auf den Feldern: Der Abstand von mindestens 1,5 Metern ist Pflicht. Zudem müssten Sozial- und Sanitärräume alle zwei Tage fachmännisch gereinigt werden.

Was auch tabu sei: die Sammelfahrt von Feld zu Feld. Neun-Mann-Bullis dürften nicht mehr voll besetzt zum Einsatz kommen. Erntehelfer sollten möglichst alleine und mit dem eigenen Pkw, Motorroller oder Fahrrad zur Feldarbeit fahren. Dafür müsse ihnen der Landwirt eine Entschädigung bezahlen.

Wichtige Hygieneregeln für die Arbeit in der Landwirtschaft hat die Agrar-Gewerkschaft IG BAU online gestellt.

Wer sich aus der Städteregion Aachen als Pflanz- oder Erntehelfer bewerben möchte, findet HIER Jobs und weitere Infos. Stellenangebote gibt es auch auf dem Portal „Das Land hilft“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium: www.das-landhilft.de

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.04.2020 09:11

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