
IG BAU: Aachen muss investieren!
Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie soll die Städteregion Aachen wichtige Zukunftsinvestitionen nicht verschleppen, warnt die Gewerkschaft IG BAU.
Letztes Jahr seien rund 130 Millionen Euro in die öffentliche Infrastruktur hier gesteckt worden – umgerechnet 235 Euro pro Kopf.
Für die kommenden Jahre sind laut der Gewerkschaft neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen von entscheidender Bedeutung. Außerdem würden kommunale Investitionen viele Arbeitsplätze sichern – ob beim Dachdeckermeister oder im Architekturbüro.
Hinzu komme großer Nachholbedarf in puncto Verkehrswende. Nur, wenn flächendeckend deutlich mehr in Gleise, Radwege und Ladestationen für Elektroautos investiert werde, seien die Klimaziele erreichbar.
Gleiches gelte bei der energetischen Gebäudesanierung, die in öffentlichen Gebäuden oft besonders dringend sei.
Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG BAU auf die Hilfen aus den sogenannten Corona-Konjunkturpaketen. Danach erstattet der Bund den
Kommunen Ausfälle bei der Gewerbesteuer – ihrer wichtigsten Einnahmequelle – im laufenden Jahr mit bis zu 6,1 Milliarden Euro. Weitere 4,8 Milliarden Euro sollen die Länder
beisteuern. Zusätzliche Milliardenhilfen gibt es bei den Hartz-IV-Kosten sowie für die Gesundheitsämter und die Kindertagesbetreuung.
Im bundesweiten Vergleich liegt die Städteregion Aachen mit einer Investitionsquote von 235 Euro pro Einwohner für Infrastruktur im unteren Mittelfeld, heißt es weiter.
Veröffentlicht: Montag, 09.11.2020 14:18