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Herzogenrath hat Flüchtlingslage im Griff
© Stadt Herzogenrath/Petra Baur
Herzogenraths Sozialamtsleiter Bernd Sauren (li.) in Beratung mit Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian (re.) zur Ukraine-Krise.
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Herzogenrath hat Flüchtlingslage im Griff

In Herzogenrath leben derzeit mehr als 320 Flüchtlinge.

Viele von ihnen sind privat von Gastfamilien aufgenommen worden, teilt die Stadt mit, für die anderen hat die Verwaltung Wohnraum angemietet. 110 Menschen sind Herzogenrath bisher im "geregelten Verfahren" zugewiesen worden, die Zuweisungen werden aktuell weniger. In zwei Notunterkünften, die provisorisch in Turnhallen eingerichtet wurden, hat man bisher kaum Menschen unterbringen müssen.

Außerdem plant die Stadt den Umbau eines leerstehenden Objekts in der Innenstadt, das soll bis Ende Juni erfolgen. Dort könnten dann längerfristig 38 Personen Platz finden.

Herzogenrath sieht sich selbst "in der Ukraine-Hilfe gut organisiert". Innerhalb kürzester Zeit habe man einen gut organisierten Handlungsplan erarbeitet. Bürgermeister Fadavian hat kurz nach dem Beginn des Ukraine-Krieges - Ende Februar - einen Krisenstab eingerichtet, um schnellstmöglich mit den beteiligten Fachämtern alle erforderlichen Maßnahmen für die Unterbringung und Versorgung der Kriegsvertriebenen einzuleiten. Federführend sei die präzise Arbeit des Teams des Sozialamts unter Leitung von Bernd Sauren hervorzuheben.

In den seither wöchentlich stattfindenden Zusammenkünften werden Informationen und Sachstände ausgetauscht, um so Hand in Hand ein kompetentes Krisenmanagement betreiben zu können.

„Die Welle der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und den Vertriebenen zeigt uns jeden Tag aufs Neue, wie wir in kürzester Zeit Großartiges initiieren können, um schnelle und effiziente Hilfe zu leisten. Dafür gilt meinem Verwaltungsteam und allen auch außerhalb meines Hauses Engagierten mein herzlichster Dank!“, so Fadavian.

Einhergehend mit der notwendigen schnellen Bereitstellung von Unterkünften seien auch wichtige persönliche Hilfestellungen für die Ankömmlinge arrangiert worden. So finden regelmäßige Netzwerktreffen der Flüchtlingshilfe statt und das Jugendamt vermittelt mit bedarfsorientierten Fragebögen in der Landessprache eine passgenaue Kindertagesbetreuung. Dafür steht auch eine ukrainische Dolmetscherin als Alltagshelferin zur Verfügung.

„Wenn wir weiterhin nur eine moderate Zuwanderung haben sollten, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir für die kommenden Wochen und Monate mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger ausreichende Kapazitäten für die Unterbringung der Vertriebenen vorhalten können. Dank der guten Arbeit des Verwaltungsteams und der haupt- und ehrenamtlichen Netzwerke sind wir in Herzogenrath gut aufgestellt“, so Sauren.

Auf der Startseite der städtischen Homepage (www. herzogenrath.de) ist an erster Stelle eine Nachricht mit essentiellen Informationen für Helfende installiert, die regelmäßig aktualisiert wird. Auch eine Hotline (Tel.: 02406/83-588) und eine zentrale Mailadresse (Mail: helfen@herzogenrath.de) für Helferinnen und Helfer sind eingerichtet worden.


(Foto: Herzogenraths Sozialamtsleiter Bernd Sauren (li.) in Beratung mit Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian (re.) zur Ukraine-Krise.)

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.05.2022 13:09

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