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Herbstumfrage: Handwerk besorgt
© Handwerkskammer Aachen
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Herbstumfrage: Handwerk besorgt

Veröffentlicht: Donnerstag, 20.10.2022 12:00

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Die Handwerksbetriebe in Aachen und der Region blicken mit Sorge auf das Winterhalbjahr.

Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer Aachen hervor.

Demnach setzen die Energiekrise, hohe Materialkosten, lange Lieferzeiten, Fachkräftemangel und die Folgen der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe die Unternehmen unter enormen Druck.

Rund 40 Prozent der Handwerksunternehmen rechnen mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Situation im kommenden halben Jahr. Die Kundschaft müsse sich auf anhaltend steigende Preise einstellen, heißt es.

Von Umsatzrückgängen gehen zum Beispiel Handwerksbetriebe für den gewerblichen Bedarf, im KfZ-Bereich und im Nahrungsmittelgewerbe aus.

Je länger der Ukraine Krieg dauere, desto größer würden auch die Herausforderungen für die Handwerksbetriebe in Aachen und der Region. Die Unternehmen müssen aufgrund der Liefer- und Materialengpässe zum Beispiel zunehmend Aufträge stornieren oder neue Anfragen ablehnen. Das könne sich mittel- bis langfristig auch auf den Arbeitsmarkt auswirken, so HWK-Hauptgeschäftsführer Peter Deckers (Foto oben)

Zu Beginn des Jahres hatten noch weniger als ein Viertel der Unternehmen größere Zukunftssorgen. Jetzt mussten schon 72 Prozent der Unternehmen ihre Verkaufspreise anheben.

Auf Grund der aktuellen Krisen sind die Handwerksbetriebe auch zurückhaltender bei ihren Investionen. So haben schon rund 30 Prozent der Betriebe ihre Ausgaben für Maschinen, Werkzeuge, Räumlichkeiten und digitale Ausstattung heruntergefahren.

Trotz aller negativen Entwicklungen sei der Arbeitsmarkt im Handwerk aber weiterhin sehr robust, so Deckers. Deswegen wollen im Winterhalbjahr fast drei Viertel der Betriebe an ihrer Belegschaft festhalten und zwölf Prozent sie sogar vergrößern.

Die Handwerkskammer Aachen fordert die Politik auf, jetzt möglichst schnell die angekündigten Hilfspakete auf den Weg zu bringen. Das Handwerk in der Region sei bislang gut durch alle Krisen der vergangenen zwei Jahre gekommen. Aber jetzt sei die Politik gefordert. Ansonsten steht auch der eine oder andere Handwerksunternehmer vor den Trümmern der jahrzehntelangen Arbeit, so Deckers. Dabei gehe es nicht nur um energieintensive Branchen.

In der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Aachen bewerten rund 81 Prozent der Handwerksbetriebe in der Städteregion Aachen ihre Geschäftslage im Vergleich zum Vorhalbjahr als gut bzw. befriedigend.

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