
Das Handwerk in der Region Aachen steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotzdem bewerten 78 Prozent der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Aachen, die am Donnerstag vorgestellt wurde.
Dort ist auch zu sehen, dass es nicht in allen Bereichen gleich gut läuft. Schwieriger ist die Lage bei Betrieben des Lebensmittelhandwerks, zum Beispiel bei Bäckereien und Fleischereien. Besser sieht es dagegen bei Betrieben aus dem Bau- und Ausbaugewerbe aus, wie im Sanitär- und Heizungsbereich. Auch Betriebe, die sich mit energetischer Sanierung und klimafreundlicher Technik beschäftigen, profitieren von der Nachfrage, heißt es.
Ein großes Problem bleiben aber die hohen Energie- und Rohstoffkosten. Sie belasten viele Handwerksbetriebe und erhöhen ihre Ausgaben.
Für die nächsten Monate blicken die meisten Betriebe mit etwas Zuversicht, aber ohne große Begeisterung nach vorn. Viele sind unsicher, wie sich die politischen Rahmenbedingungen entwickeln. Vor allem bei angekündigten Reformen und beim Abbau von Bürokratie wünschen sich die Betriebe konkrete Ergebnisse.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: In diesem Jahr wurden schon knapp 2.000 Ausbildungsverträge geschlossen. Trotzdem sind noch viele Ausbildungsplätze frei. Es gibt also weiterhin Chancen für junge Menschen.