
Eine der drei Goldmedaillen beim NRW-Wettbewerb „Kleingartenglück – wo Mensch und Natur zusammenkommen“ hat jetzt die Aachener Kleingartenanlage Soldatengasse an der Eupener Straße gewonnen.
Laut der Jury überzeugen vor allem das ökologische Konzept und das soziale Miteinander der 25 Kleingärtner auf den rund 8.100 Quadratmetern.
Die Anlage punktet mit nachhaltigen Projekten wie Totholzhaufen, Gartenbibliothek und gemeinschaftlicher Wasserversorgung.
„Eines fällt sogleich auf, wenn man die Anlage betritt und untermauert die Einzigartigkeit der Soldatengasse: Hier gibt es nicht die sonst so typischen Zäune zwischen den Gartenparzellen“, sagt Jan Nigl, Leiter des Teams Immobilienunterhaltung bei der Stadt Aachen.
Die Parzellen sind nach der Drittelregel aufgeteilt: ein Drittel der Fläche kann zur Erholung genutzt werden, ein Drittel wird mit Zierpflanzen bestückt und ein Drittel wird zum Anbau von Obst und Gemüse verwendet.
Mit dem NRW-Gold kann die Kleingartenanlage Soldatengasse auch am bundesweiten Wettbewerb im nächsten Jahr teilnehmen.
Infos der Stadt zur Aachener Kleingartenszene:
Der Aachener Kleingärtner-Stadtverband verwaltet in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereich Immobilienmanagement insgesamt 42 Kleingartenanlagen und rund 2.500 Pächter*innen. Die Kleingartenanlage Soldatengasse ist eine verhältnismäßig kleine Anlage und eine besonders alte. Schon 1905 wurde sie von Gartenliebhaber*innen gegründet. Die älteste Kleingartenanlage ist die Anlage Erholung, die seit 1904 existiert. Die größte ist die Anlage Lochmühle mit 68.000 Quadratmetern, die kleinste die Anlage Wasserwerke mit 2.700 Quadratmetern und sieben Parzellen. Die Aachener Kleingärten tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei, bieten Erholungsflächen im Grünen und erfüllen eine wichtige soziale Funktion. Das gesamte Kleingartenwesen der Stadt ruht auf dem Engagement und dem Ehrenamt der Kleingärtner*innen.

