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Gewerkschaftskritik an Niedriglöhnen bei Floristen
© IG BAU
Schöner Beruf, aber schlecht bezahlt: Beschäftigte in der Floristik arbeiten meist zu Niedriglöhnen, kritisiert die IG BAU – und ruft die Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen auf.
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Gewerkschaftskritik an Niedriglöhnen bei Floristen

Die Niedriglöhne in der Floristik kritisiert die Gewerkschaft IG BAU in Aachen.

Der Stundenlohn für gelernte Kräfte liege gerade einmal bei 11,27 Euro pro Stunde, so die Gewerkschaft, von solchen Einkommen lasse sich kaum leben. Etwa 280 Menschen arbeiten hier in der StädteRegion in der Floristik-Branche.

Besonders die Gartencenter hätten in der Pandemie Rekordumsätze gemacht, davon profitiere auch der Blumenhandel.

Trotz der guten Wirtschaftslage hätte die Firmen einen Tarifabschluss für die Branche im Dezember allerdings überraschend zurückgezogen. Die IG BAU ruft den Fachverband Deutscher Floristen (FDF) dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der eigentlich schon gefundene Kompromiss (ab Februar Einkommensplus um drei Prozent, für Azubis 30 Euro pro Monat plus) sei ein wichtiger Schritt für die Floristik heraus aus dem Niedriglohnsektor gewesen.

Mittelfristig müsse sich die Bezahlung aber noch deutlich verbessern, fordert die Gewerkschaft - „sonst finden Blumenläden & Co. bald kein Personal mehr".

Veröffentlicht: Dienstag, 01.06.2021 10:30

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