
Bevor am Mittwoch (10.2.) Bund und Länder wieder über den Umgang mit der Corona-Lage in Deutschland sprechen, macht die Gewerkschaft NGG hier bei uns auf die wachsende Notlage der Beschäftigten im Gastgewerbe aufmerksam.
Sie fordert ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro pro Monat.
Die NGG geht davon aus, dass die Kurzarbeit zur Zeit wieder die Ausmaße des Lockdowns vom Frühjahr letzten Jahres angenommen hat. Damals haben fast 70 Prozent der gastgewerbliche Betriebe in der Städteregion Kurzarbeit an gemeldet.
Im Unterschied zu anderen Branchen dauere der Lockdown für Gastronomie und Hotellerie schon seit Anfang November - und die Beschäftigten wüssten nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Die letzten Reserven seien längst aufgebraucht - hinzu komme, dass die Löhne eh schon niedrig seien und auch noch die Trinkgelder fehlten.
Deswegen haben ver.di und die NGG eine Online-Petition zum Mindest-Kurzarbeitergeld gestartet.
Wenn die Politik Unternehmen mit enormen Steuermitteln unterstütze, um eine Pleitewelle zu verhindern, dann müsse auch genug Geld für die da sein, die jetzt jeden Cent zweimal umdrehen müssen, so die NGG.
