
Gesundheitsamt empfiehlt Impfung gegen Windpocken
Veröffentlicht: Montag, 04.12.2023 14:03
In mehreren Kitas und Schulen der StädteRegion gibt es aktuell Fälle von Windpocken. In einer Einrichtung mit vielen ungeimpften Kindern hat es sogar einen Ausbruch mit Windpocken gegeben, heißt es. Das Gesundheitsamt der StädteRegion rät deshalb zu einer Impfung. Wer sich mit dem Virus infiziert, darf nicht mehr in die Kita oder die Schule.
Was tun bei Infektion?
Infos der StädteRegion Aachen:
In der StädteRegion Aachen gilt folgende Regelung: War der zuerst infizierte Mensch während der ansteckenden Phase, also zwei Tage vor Auftreten der ersten Bläschen bis zur Abheilung der Bläschen, in der Klasse, so gelten alle nicht immunisierten Kinder der Klasse als krankheitsverdächtig. Das gleiche gilt für Kinder, die gemeinsam eine OGS besuchen und für Geschwisterkinder des erkrankten Kindes. Hier gilt ein Betretungsverbot für 16 Tage (mittlere Inkubationszeit) für die Gemeinschaftseinrichtung. Entwickelt sich dann die Erkrankung, verlängert sich das Betretungsverbot bis alle Krusten abgeheilt sind, somit in der Regel noch einmal um fünf bis sieben Tage. Wenn ein Kind innerhalb von fünf Tagen nach dem Kontakt geimpft wird, kann das Gesundheitsamt von einem Betretungsverbot der Gemeinschaftseinrichtung absehen.
Personen, die Kontakt zu einem Windpockenfall hatten, aber eine Immunität nachweisen können, können die Einrichtung weiterhin besuchen oder in ihr tätig sein. Von einer Immunität geht man aus bei:
- Personen, die vor 2004 geboren und in Deutschland aufgewachsen sind
- Personen, die nachweisliche eine Windpockeninfektion durchgemacht haben
- Personen, die zwei dokumentierte Impfungen gegen Windpocken haben.
Kleine Kinder erkranken leichter an Windpocken als Erwachsene. Als Komplikation können sich die typischen Hauterscheinungen infizieren und so zu Narben führen. Eine weitere Komplikation sind schwere Lungenentzündungen, die bei jedem fünften Erwachsenen auftreten. Hier sind besonders Schwangere gefährdet, die selber keinen Immunschutz gegenüber Windpocken haben. Diese können selber erkranken oder den Erreger an das ungeborene oder gerade geborene Kind weitergeben.