
Der NATO-Flugplatz Geilenkirchen steht vor einer umfassenden Modernisierung.
Die NATO will ihre dort stationierten AWACS-Aufklärungsflugzeuge erneuern.
Künftig sollen statt amerikanischer Maschinen Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier mit dem schwedischen Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye zum Einsatz kommen. Die Bestellung umfasst bis zu zwölf Flugzeuge im Wert von mehreren Milliarden Euro.
Deutschland wird nach dem Rückzug der USA voraussichtlich den größten Kostenanteil tragen.
Die derzeit im Flotten-Hauptstützpunkt Geilenkirchen stationierten 14 Maschinen sind rund 40 Jahre alt. Eine endgültige Entscheidung soll bis zum NATO-Gipfel im Juli fallen.
Die AWACS sind mit ihrem pilzförmigen Radaraufbau in der Lage, andere Luftfahrzeuge in mehr als 400 Kilometern Entfernung zu orten und zu identifizieren. Die von ihnen gewonnenen Informationen können die Flugzeuge über Datenlinks in nahezu Echtzeit an Kräfte am Boden, auf See oder in der Luft weitergeben. Damit können sie auch als fliegende Gefechtsleitstände eingesetzt werden.