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Freunder Straße wieder frei
© SYMBOLBILD | Mario Hoesel - stock.adobe.com
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Freunder Straße wieder frei

In Aachen ist am Donnerstagvormittag die Vollsperrung der Freunder Straße wieder aufgehoben worden - einige Tage früher als geplant.

Die noch verbleibenden Bauarbeiten werden unter der schon vorher eingerichteten Einbahnstraßenregelung ausgeführt. Von Brand kommend wird der Verkehr weiterhin großräumig über Trierer Straße und Neuenhofstraße umgeleitet.

Mit der Freigabe kann der Verkehr jetzt wieder von der Von-Coels-Straße in die Freunder Straße abbiegen und von Eilendorf nach Brand fahren. Die Vollsperrung der letzten anderthalb Wochen hat in den Spitzenzeiten am Morgen und Nachmittag immer große Rückstaus auf der Von-Coels-Straße verursacht.

Anlass für die Sperrung war die Erneuerung einer großen Wassertransportleitung durch den Netzbetreiber Enwor. Vor rund 110 Jahren ist eine 400 Millimeter große Wassertransportleitung aus Grauguss in der Freunder Straße in Aachen-Eilendorf verlegt worden. Über die lange Zeit hinweg hat die Leitung die Trinkwasserversorgung sichergestellt. Weil die Stadt die Asphaltdecke der Freunder Straße grundlegend erneuern möchte, hat sich der Leitungsbetreiber Enwor entschieden, vorab eine neue 600 Millimeter große Wassertransportleitung zu verlegen. 

„Mit einem Durchmesser von dann 600 Millimetern anstelle von bisher 400 Millimetern, verstärkt das neue Rohr unser Trinkwassernetz nachhaltig“, sagt Christoph Breuer, der stellvertretende Sachgebietsleiter der Flexgruppe Gas/Wasser/Fernwärme bei der Enwor.

Ausgewechselt wird ein etwa 180 Meter langes Teilstück, dass vom Haus Freunder Straße 42 bis in die Von-Coels-Straße hineinreicht. Die Arbeiten sind inzwischen weit fortgeschritten, eine kleine Mammutaufgabe steht allerdings noch bevor: Um die Straße im Abschnitt zwischen den Häusern 40 bis 48 queren zu können, muss die zu verlegende Trinkwasserleitung genau zwischen einer Gasleitung und einer weiteren Trinkwasserleitung eingefädelt werden. Dabei sei höchste Präzision gefragt, heißt es. Darüber hinaus müssen Rohrleitungen mit einem Durchmesser von 600 Millimeter von zwei Schweißtechnikern zeitgleich verschweißt werden. Entsprechend groß ist der Platzbedarf in den Schweißgruben und für das notwendige Gerät.

Das Trinkwasser, das über diese Leitung transportiert wird, stammt übrigens aus den Talsperren in der Eifel und fließt zur Weiterverteilung zum Trinkwasserbehälter „Gottessegen“ am Prunkweg in Eilendorf zu.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.09.2021 14:53

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