
Freiwillige im Nationalpark Eifel
Im Nationalpark Eifel packen momentan freiwillige Helfer mit an beim Naturschutz.
Beim Bergwaldprojekt beispielsweise sorgen sie dafür, dass die nicht heimischen Baumarten Douglasie und Küstentanne sich nicht weiter ausbreiten. Daneben bauen die Freiwilligen nicht mehr notwendige Zäune und Jagdeinrichtungen ab und mähen eine Biotopwiese, um seltene Pflanzen- und Schmetterlingsarten zu fördern. Außerdem muss nach der Hochwasserkatastrophe der angeschwemmte Müll im Bereich des Urftstausees eingesammelt werden.
Mit den Auswirkungen des Klimawandels vor Augen soll der Einsatz die Freiwilligen zusätzlich für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag sensibilisieren. Christian Düll, Leiter des Nationalpark-Bezirks Kermeter: „Hier im Nationalpark erleben die Teilnehmenden einen Wald, wie er sich in natürlicher Dynamik bei sich verändernden Einflüssen entwickeln kann. Denn natürlich ist auch der Wald im Nationalpark abhängig von äußeren Umweltfaktoren wie unserem Klima.“
Adrian Braemer vom Bergwaldprojekt: „Für die freiwillig Helfenden der Einsatzwoche und für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, neben den Naturschutzarbeiten auch bei der Bewältigung der konkreten Folgen der Erderwärmung mit anzupacken. Dies wird die Teilnehmenden sicher noch eindringlicher darin bestärken, den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten.“
Infos des Nationalparks zum Bergwaldprojekt e.V.:
Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 Teilnehmenden und über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Waldumbau und -pflege auch Biotop- und Artenschutz sowie Moorwiedervernässungen. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.
Veröffentlicht: Montag, 23.08.2021 09:07