
FNP: IHK fehlen Gewerbeflächen
Die Aachener Industrie- und Handelskammer (IHK) sagt, dass der neue Aachener Flächennutzungsplan (FNP) der hiesigen Wirtschaft keinen Platz zum Wachsen bietet.
Den Plan für die Zeit in Aachen bis 2030 hat am Mittwochabend der Stadtrat beschlossen.
Die IHK kritisiert, dass darin die Flächen für Gewerbeansiedlungen reduziert worden sind anstatt neue auszuweisen. Dabei habe sogar das stadteigene Immobilienmanagement schon früh darauf hingewiesen, dass solche Flächen dringend benötigt würden. Die Folge laut IHK: Immer häufiger zögen Betriebe weg, weil sie in Aachen keinen Platz für Erweiterungen fänden. Und immer häufiger müsse ansiedlungswilligen Unternehmen abgesagt werden.
Dabei führe mehr Gewerbeflächen auszuweisen nicht automatisch zu einer zusätzlichen Belastung der Umwelt. „Viele unserer regionalen Unternehmen sind bereits Vorreiter bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer. „Auf vielen Flächen wäre eine klimaschonende wirtschaftliche Nutzung möglich.“ Außerdem sei eine umfangreiche Umweltprüfung bei der Aufstellung jedes Bebauungsplans Standard.
„Wir hätten in Aachen die besten Voraussetzungen, den Strukturwandel zu gestalten und neue, zukunftssichere Arbeitsplätze in der Stadt zu schaffen“, so Bayer. Durch den neuen Flächennutzungsplan werde diese Chance jetzt aber gefährdet anstatt gefördert.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.08.2020 09:16