
Gut drei Monate nach dem Hochwasser sind in der Stadt Stolberg fast alle Versorgungsleitungen wiederhergestellt.
Nur in einzelnen Häusern sind noch nicht alle Anschlüsse vorhanden. Laut Stadt hängt das häufig mit den Eigentümern zusammen, die sich nicht ausreichend um ihre Immobilie kümmern.
Die Straßen sind auch alle wieder befahrbar - bis auf den Europatunnel. Das werde nach Angaben von Straßen NRW noch einige Wochen dauern.
Die Euregiobahn nimmt ebenfalls den Betrieb wieder langsam auf. Die Strecke wurde neu geschottert und im Güterverkehr hat es erste Testfahrten gegeben. Wann der Personenverkehr über die Gleise kann, ist noch unklar.
Das größte Problem sei weiterhin der Handwerker- und Materialmangel. Auch wenn viele ehrenamtliche Handwerker schon helfen, beginnen einige Menschen erst jetzt mit der Sanierung oder Entkernung der Gebäude. Das liege zum Teil an den finanziellen Hilfen des Landes, die erst jetzt ausgezahlt werden.
Als Stadt versuche man weiterhin zu helfen und zum Beispiel Bauschutt oder Sperrmüll kostenlos abzuholen, heißt es.
Jeweils vier Schulen und Kitas sind stark getroffen worden. Die Kita Steinweg ist bereits in einer Ersatzkita aus Containern untergebracht. Für die Kitas Bierweider Straße, Rumpenstraße in Vicht, und Am Mohlenbend werden gerade ebenfalls Ersatzräume gebaut. In den Schulen sind die Entkernungsarbeiten schon weit vorangeschritten, teilt die Stadt mit.
Das Rathaus ist bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Gerade wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der die wirtschaftlichen Folgen einer Sanierung und eines Neubaus gegenübergestellt werden. Die Politik entscheidet dann, wie es mit dem Gebäude weitergeht.







