
Fall Dorota: Ehemann schweigt zu Tatvorwürfen
Veröffentlicht: Dienstag, 29.08.2023 10:54
Die seit 2016 in Süsterseel vermisste Dorota G. soll damals im Oktober des Jahres von ihrem Ehemann ermordet worden sein.
Staatsanwaltschaft und Polizei haben das am Dienstag in Aachen mitgeteilt (Foto oben), nachdem sie letzte Woche in Geilenkirchen-Gillrath in einem Schuppen stark verweste Leichenteile der Frau gefunden haben.
Der Ehemann habe sie wahrscheinlich durch "Gewalt gegen den Hals" getötet. Wie genau, ist noch unklar.
Seinerzeit war lange ohne Ergebnis nach der Toten gesucht worden.
Der mutmaßliche Täter ist verhaftet worden, er hat bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Er sei aber "dringend tatverdächtig", so Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts.
Zu der neuerlichen Hausdurchsuchung hat die auffällige Mietsituation des Ehemanns geführt. Denn trotz finanzieller Probleme hatte er nicht nur seine neue Unterkunft in Geilenkirchen-Gillrath, sondern auch das ehemalige Haus an der Annastraße in Süsterseel gemietet. Das hat die Ermittler zu dem Verdacht gebracht, er habe etwas zu verbergen.
Die Leiche hat der Ehemann ersten Erkenntnissen zufolge direkt nach der Tat an einem unbekannten Ort versteckt. Danach brachte er sie zurück ins Haus in Süsterseel und lagerte sie möglicherweise auf dem Dachboden. Dort haben bei aktuellen Durchsuchungen auch Leichenhunde angeschlagen. Wo die Leiche zwischenzeitlich versteckt wurde ist unklar. Nach dem Umzug nach Geilenkirchen muss der Mann die sterblichen Überreste zu einem bis jetzt unbekannten Zeitpunkt dorthin gebracht haben.
Der heute 14 Jahre alte Sohn des Opfers und des mutmaßlichen Täters wird vom Jugendamt betreut.
Vor dem Haus in Süsterseel sind am Dienstag Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt worden.
Weitere Details könnt Ihr den Statements des Leiters der Mordkommission, Michael Fritsch-Hörmann, entnehmen: