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Fall Dorota: Aussage des neuen Freunds
© Polizei Heinsberg
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Fall Dorota: Aussage des neuen Freunds

Veröffentlicht: Montag, 11.03.2024 13:05

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Im Prozess um den mutmaßlichen Mordfall Dorota am Aachener Landgericht hat am Montag der Freund der Toten ausgesagt.

Der 37 Jahre alte Pole war nach Kenntnis der Ermittler der letzte Chat-Kontakt der 29-jährigen Dorota (Foto).

Der Ehemann (42) des Opfers steht seit Februar wegen Mordes vor Gericht. Er soll Dorota im Oktober 2016 bei einem Streit angegriffen und getötet haben. Sie soll ihm kurz vorher mitgeteilt haben, dass sie ihn mit dem gemeinsamen Kind verlassen und zu ihrem neuen Partner ziehen wolle.

Der Zeuge hat ausgesagt, weil er sein Handy verloren hatte, habe die 29-jährige Dorota ihm an dem Abend portionsweise Fotos von sich auf das neue Mobiltelefon geschickt. Dabei soll es sich um Fotos in Reizunterwäsche gehandelt haben. Er habe noch mehr Fotos erwartet. Dann sei der Chat-Kontakt, den die Frau in der ehelichen Wohnung führte, vor 22 Uhr plötzlich abgebrochen und nicht mehr zustande gekommen.

Laut Anklage soll der Ehemann die Frau erwürgt haben. Der Mann mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit folgte der Verhandlung konzentriert, schweigend und mit unbewegtem Gesichtsausdruck.

Der Angeklagte hatte damals bei der Vermisstenmeldung seiner Frau der Polizei gegenüber gesagt, er habe ihr das Handy abgenommen und sie noch am Abend aus dem Haus geworfen. Eine Nachbarin hatte zur vermuteten Tatzeit einen Schrei aus dem Haus des Ehepaares gehört.

Die Ermittler hatten den Ehemann früh in Verdacht. Dann wurde im August 2023, fast sieben Jahre nach dem Verschwinden der Frau, die in zwei Teile zerstückelte Leiche im Anbau einer gemieteten Wohnung des Angeklagten entdeckt. In dem Verfahren sind die Erkenntnisse mehrerer verdeckter Ermittler von Bedeutung.

Ein Urteil in dem Prozess wird möglicherweise am kommenden Freitag gesprochen.

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