
Eurogress: Dickes Minus und Hoffen auf dauerhafte Normalität
Veröffentlicht: Freitag, 03.06.2022 09:08
Das Aachener Eurogress muss für 2021 ein nicht einholbares Minus von knapp zweieinhalb Millionen Euro verbuchen.
Dennoch ist das Ergebnis noch rund 800.000 Euro besser als erwartet, sagt Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf. Man sei jetzt nach der Corona-Pandemie wieder im Normalbetrieb und können dem Kerngeschäft nachgehen - nämlich Menschen begeistern und in Präsenz zusammenbringen.
Das kommunale Unternehmen Eurogress hat ein Viertel des Jahresumsatzes von September bis Oktober 2021 mit sechs Kongressen gemacht. Auch wenn man in Lockdown-Zeiten sehr kostenbewusst gewesen sei, würden hohe Fixkosten weiter das Ergebnis belasten. Nächstes Jahr will man wieder normalere Zahlen vorlegen - wenn die Veranstaltungsbranche nicht erneut mit Einschränkungen klarkommen müsse.
Seit 20. März habe man den drei Locations Eurogress, Bendplatz und Tivoli schon schon 66 Veranstaltungen gehabt - und seit 3. April können man quasi ohne Einschränkungen der Corona-Schutzverordnung arbeiten, so Wulf weiter. Es herrsche gefühlt Normalbetrieb und das Kerngeschäft sei von Null auf 100 gestiegen. So seien beim Osterbend zuletzt so viele Besucher wie noch nie gewesen.
Die Zeit der Corona-Pandemie ab März 2020 sei an den Eurogress-Standorten unterschiedlich erlebt und genutzt worden. Im Standort Tivoli hatten Stadt und Städteregion Aachen den Sitz des Krisenstabs und der Kontaktnachverfolgung. Im Businessbereich haben politische Gremien getagt, die in ihre angestammten städtischen Räumlichkeiten nicht wahren konnten. Auf dem Bendplatz hat es beispielsweise ein Autokino gegeben.
Auf insgesamt 345 Veranstalrtungen im Jahr 2021 blicken die Eurogress-Verantwortlichen zurück - 222 davon sind im Eurogress, 119 im Tivoli, dazu sind auf dem Bendplatz der Freizeitpark Öcher Bend, ein Zirkusgastspiel und eine Messe ausgerichtet worden.
Digitale und hybride Veranstaltungen können seitdem mit kompletter Technik und entsprechender Qualifizierung der Projektleitung sowie der Veranstaltungstechniker angeboten werden. So habe sich die Pandemie auch im Eurogress als ein Katalysator für die Digitalisierung erwiesen. In der täglichen Arbeit ist eine digitale Veranstaltungsakte eingeführt worden, mit der komplett papierlos gearbeitet wird. Das Rechnungswesen hat man ebenfalls digitalisiert und auch das kontaktloses Bezahlen an der Garderobe etabliert.
Im laufenden Jahr 2022 hat man schon einige ausgefallene Konzerte nachholen können.
