Anzeige
Eschweiler: Zinkwalzwerk-Gelände frei
© AAV-Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
Teilen: mail

Eschweiler: Zinkwalzwerk-Gelände frei

In Eschweiler sind die Abriss- und Entsorgungs-Arbeiten auf dem alten Zinkwalzwerk-Gelände an der Bergrather Straße fertig geworden.

Der Boden auf dem Gelände ist unter anderem mit Blei, Zink und Arsen belastet gewesen.

Jetzt will die Stadt Eschweiler dort und auf dem angrenzenden Sportplatz ein Wohnquartier entwickeln, in dem auch sozial geförderter Wohnraum geplant ist.

Die Abbrucharbeiten und die Entsorgung der belasteten Böden hat der AAV-Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung aus Hattingen erledigt - finanziert worden ist die Maßnahme über ein Förderprogramm des NRW-Umweltministeriums.

Hier noch weitere Details, die der AAV-Verband uns hat zukommen lassen:

* Der Boden auf dem Gelände war u. a. mit Blei, Zink, teilweise polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Arsen belastet. Die Bauarbeiten liefen seit Oktober 2019.

* Die Abbrucharbeiten betrafen oberirdisch das ehemalige Vereinsheim. Die Abfälle, die anfielen, wurden separiert und vollständig abgefahren. Die weitaus umfangreicheren Arbeiten bildeten jedoch der Aushub der Auffüllungen und die Beseitigung der Fundamentreste durch eine Enttrümmerung in bis zu 3,5 Metern Tiefe. Die 15.000 m³ Material aus diesen Arbeiten wurden auf sogenannten Mieten auf dem Gelände zwischengelagert. Davon konnten für den Wiedereinbau rund 2.200 m³ Sand-/Kies separiert werden.

* Ein kleiner Bereich auf dem Gelände war durch einen Ölschaden mit Schadstoffen belastet; dort fielen rund 100 m³ Material an, das zunächst vor Ort unter Folie gesichert auf Miete gesetzt und dann fachgerecht auf einer Deponie entsorgt wurde. Ein weiterer Bereich mit erhöhten Schwermetallgehalten wurde ebenfalls separat ausgehoben. Auch dieses Material kam auf eine dafür geeignete Deponie.

* Aus dem oberirdischen Rückbau wurden rund 800 Tonnen Bauschutt sowie rund 16.000 Tonnen Auffüllungsmaterialien von der Baustelle abgefahren.

* Um das Gelände nach Abbruch und Aushub wieder zu verfüllen, wurden insgesamt etwa 12.500 Tonnen Bergkies auf dem Gelände eingebaut, der von außerhalb herangefahren werden musste.

* Die Bauzeit war wegen schlechter Wetterverhältnisse um zwei Wochen verlängert worden, so dass das ursprünglich anvisierte Bauende vor Weihnachten 2019 nicht eingehalten werden konnte.

* Die Vorgeschichte der Fläche Auf dem Hauptteil des Geländes wurde zwischen 1855 und 1921 ein Zinkwalzwerk betrieben. Nach der Verlagerung des Standortes wurde das Gelände von einem Landmaschinenhandel genutzt. In den 1960er Jahren wurden die Gebäude des Zinkwalzwerkes bodengleich abgebrochen und der östliche Teil der Fläche als Bolzplatz und der westliche Teil als Rollschuhbahn genutzt.

* Die unterirdischen Fundamente, Betonplatten, Kaminbauteile und Bewässerungskanäle wurden lediglich überschüttet. Seit einigen Jahren liegt die Fläche vollständig brach. Im Norden der Fläche befindet sich noch ein Vereinsheim, das im Zuge der Maßnahme ebenfalls zurückgebaut wird.

Veröffentlicht: Montag, 20.01.2020 14:14

Anzeige
Anzeige
Anzeige