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Erste Ergebnisse der Antikörper-Studie
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Erste Ergebnisse der Antikörper-Studie

Rund 5000 Menschen aus der Städteregion Aachen haben im Herbst an einer Antikörper-Studie des Helmholtz-Instituts teilgenommen. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Im Verlauf von acht Monaten haben in der Städteregion Aachen 5,4 Prozent der Menschen vermutlich eine Infektion durchgemacht und Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. 95 Prozent der jemals positiv Getesteten hatten typische Symptome.

Häufig verliefen Infektionen aber symptomlos. Das heißt, dass Betroffene nicht getestet und nicht in der Statistik erfasst wurden. Somit wird das tatsächliche Ausmaß der Pandemie unterschätzt, so die Wissenschaftler. Laut Studie sind auf jeden gemeldeten Fall zwei bis fünf tatsächlich Erkrankte gekommen.

Am häufigsten betroffen waren Menschen über 80. Sie hatten auch am häufigsten einen tödlichen Verlauf. Raucher erkrankten seltener, dafür aber häufig schwerer. Finanziell gut gestellte Personen erkrankten seltener.

Die Studie läuft noch bis August. Die Forscher wollen herausfinden, wie viele Menschen sich bisher mit dem Coronavirus infiziert haben, ohne es zu wissen. Seit Juli 2020 läuft die Antikörper-Studie in fünf Städten und Gemeinden - darunter auch hier in der Städteregion. Insgesamt wurden dafür 19.205 Menschen untersucht.

Veröffentlicht: Mittwoch, 26.05.2021 05:22

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