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Ermittlungen nach Polizeieinsatz in Heinsberg
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Ermittlungen nach Polizeieinsatz in Heinsberg

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2026 05:14

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Die Staatsanwaltschaft Aachen prüft mögliche Übergriffe bei einem Polizeieinsatz in Heinsberg.

Dabei geht es um die Festnahme eines mutmaßlichen Mörders im Februar. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde bei dem Zugriff versehentlich auch ein unbeteiligter junger Mann festgenommen. Er gibt an, dabei verletzt worden zu sein und bis heute unter den Folgen zu leiden.

Die Staatsanwaltschaft hat deshalb Vorermittlungen wegen möglicher Körperverletzung im Amt eingeleitet. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

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Hintergrund

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Hintergrund des Einsatzes ist die Festnahme des mutmaßlichen Mörders des ukrainischen Politikers Andrij Portnow. Portnow war im Mai 2025 in einem Vorort von Madrid erschossen worden. Die Tat löste europaweit Ermittlungen aus, an denen auch spanische Behörden beteiligt waren. Bei dem Einsatz in Heinsberg waren Spezialeinheiten der nordrhein-westfälischen Polizei, die Kriminalpolizei sowie spanische Polizeikräfte im Einsatz.

Der unbeteiligte junge Mann schildert, dass sein Gesicht auf den Asphalt gedrückt, eine Augenmaske übergestülpt und er mit Kabelbindern fixiert wurde. Erst nach einigen Minuten sei die Verwechslung bemerkt worden, eine Entschuldigung oder Entschädigung habe es nicht gegeben. Augenzeugenberichte sowie Bild- und Videomaterial bestätigen die Schilderungen.

Die Staatsanwaltschaft Aachen will nun prüfen, ob die Beamten gegen Dienstpflichten oder strafrechtliche Vorschriften verstoßen haben. Der Fall zeigt, wie komplex und riskant internationale Polizeieinsätze in Verbindung mit Spezialeinheiten sein können.

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