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Elf Jahre Haft wegen Totschlags
© Antenne AC
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Elf Jahre Haft wegen Totschlags

Am Aachener Landgericht ist im Prozess um eine Tötung in Kall im Zusammenhang mit einem Falschgeld-Deal am Montag ein Urteil ergangen.

Der Angeklagte, ein 37 Jahre alter Brasilianer, der die Tat letzte Woche zum Prozessauftakt schon zugegeben hat, ist wegen Totschlags und Unterschlagung verurteilt worden und muss für elf Jahre in Gefängnis. Einen Mord aus Habgier haben die Richter dem Mann nicht nachweisen können.

Der Angeklagte und sein Opfer haben im März dieses Jahres in den Niederlanden für 17.000 Euro Falschgeld kaufen wollen. Dabei seien Luftschlösser aufgebaut worden, so der Vorsitzende Richter. Dem Angeklagten sei bewusst geworden, dass das Geschäft nicht wie geplant klappt. Der Täter und das 46 Jahre alte Opfer seien daraufhin in einen Streit geraten. Beide hätten nach einem Brotmesser im Kofferraum des Autos gegriffen. Der Angeklagte habe dann fast 20 Mal in Hals und Rücken seines Kontrahenten gestochen und ihn tödlich verletzt.

Tatort war ein Feld bei Kall in der Eifel, 50 Meter hinter der Bebauung, es ist mitten am Tag passiert. Ein Landwirt, der mit seinem Traktor sein Feld bestellen wollte, hat beobachtet, wie der Angeklagte den Toten in den Kofferraum gehievt hat. Der 37-Jährige ist mit dem Bargeld im Auto geflohen und noch am selben Tag hat er sich widerstandslos festnehmen lassen.

Veröffentlicht: Montag, 23.08.2021 10:56

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