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"Einmal arm, immer arm." - Neuer Sozialbericht da
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"Einmal arm, immer arm." - Neuer Sozialbericht da

„Für zu viele Menschen in der StädteRegion Aachen gilt: Einmal arm, immer arm.“ So bringt Sozialdezernent Michael Ziemons ein zentrales Ergebnis des neuen Sozialberichts auf den Punkt.

Die Armutsquote in der StädteRegion Aachen ist zwar leicht zurückgegangen, die sozialen Verhältnisse verfestigen sich allerdings. Dazu werden die Menschen in der Region immer älter.

Mittlerweile gibt es beispielsweise immer mehr Quartiere, in denen sich mehrere Armutsrisiken häufen. Fast 66.000 Menschen erhalten Leistungen der sozialen Mindestsicherung. Dazu gehören 13.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, eine Kinderarmutsquote von 18 Prozent. Die Altersarmutsquote beträgt im Durchschnitt 4,4 Prozent, allerdings liegt diese Quote in einigen Sozialräumen deutlich höher.

„Weder Kinder- noch Altersarmut kann für uns tolerierbar sein“, betont Ziemons.

Neben dem städteregionalen „Sozialraum-Monitoring“ umfasst die Berichterstattung neun detaillierte Sozialraumprofile für Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen. Sie ergänzen die Gesamtanalyse und bieten einen vertieften Blick auf die Lebenslagen in den jeweiligen Kommunen. Die Daten zeigen: Nirgendwo ist es so wie im Durchschnitt. Die Unterschiede bei den Lebensverhältnissen in verschiedenen Stadtteilen einer Kommune sind häufig größer als die zwischen den Städten und Gemeinden insgesamt.

Die neuen Zahlen des Amts für Inklusion und Sozialplanung der StädteRegion zeigen deutlich die Herausforderungen, so Ziemons weiter. Wenn man zum Beispiel sehe, wo sich Armut verfestigt oder es schlecht um die Gesundheit von Kindern bestellt ist – und das komme meist zusammen – könnten die Entscheider gezielt gegensteuern.

Im nächsten Schritt gelte es jetzt, die aktualisierten Daten mit den vorhandenen Angeboten und neuen Vorhaben zu verknüpfen. Hierzu werden die Ergebnisse der aktualisierten Berichterstattung zum Beispiel im Rahmen des Fachforums Sozialplanung „Daten für Taten“ am 2. Mai vorgestellt. Das Forum findet von 15:30 bis 18 Uhr in den Kurpark-Terrassen (Dammstr. 40, 52066 Aachen) statt. Es richtet sich an Fachleute aus Politik, Verwaltung und sozialen Bereichen. Im Anschluss werden die Chancen und Grenzen der praktischen Arbeit vor Ort im Sozialraum mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus der Region diskutiert und um Impulse aus der Wissenschaft ergänzt. Geplant ist außerdem eine themenbezogene Workshop-Reihe für Expertinnen und Experten in den Kommunen.

Die Sozialberichterstattung sowie nähere Informationen zum Fachforum findet Ihr HIER.


Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2022 13:00

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