
(Update)
Die Warnstreikwelle im Öffentlichen Dienst geht am Donnerstag (23.3.) weiter.
Dann gibt es wieder Arbeitsniederlegungen der tarifbeschäftigten Verwaltungsmitarbeiter von Stadt und StädteRegion Aachen. Dazu gehören die Eigenbetriebe wie beispielsweise der Aachener Stadtbetrieb, der für Müllabfuhr und Abfallentsorgung zuständig ist.
Der Busverkehr wird ebenfalls erneut empfindlich gestört, weil der Warnstreik auch bei der ASEAG läuft. Die ASEAG-Auftragsunternehmen werden aber wie zuletzt auch unterwegs sein.
Ebenfalls betroffen von den Warnstreiks sind voraussichtlich u.a. das Straßenverkehrsamt Würselen und einige Kitas.
Bei der Verkehrsministerkonferenz in Aachen will die Gewerkschaft ver.di NRW-Verkehrsminister Krischer am Donnerstag eine Collage der bundesweiten Streikaktionen vom 3. März übergeben. Die Verkehrswende könne nur umgesetzt werden, wenn genug Fachpersonal vorhanden ist, so ver.di. Um den Fachkräftemangel zu beheben, müsse aber im Nahverkehr fair und gut entlohnt werden.
Die Gewerkschaft komba wird am Donnerstag eine landesweite Protestaktion mit Demo und Kundgebung in Gelsenkirchen durchführen.
Und kommende Woche am Montag - zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit - wollen laut Medienberichten voraussichtlich die Gewerkschaften ver.di und EVG (Eisenbahn-Gewerkschaft) gemeinsam den Verkehr in Deutschland lahmlegen mit Streiks bei Bussen, Bahnen und Flughäfen.
Ergänzende Infos der StädteRegion Aachen:
Schon absehbar ist, dass mit erheblichen Einschränkungen bei der telefonischen Erreichbarkeit der StädteRegion zu rechnen ist, da das Servicecenter „Call-Aachen“ ab 13 Uhr geschlossen wird.
Außerdem kann der Dienstbetrieb im Bürgerservice „Zulassungswesen“ des Straßenverkehrsamts in Würselen nicht sichergestellt werden. Die Zulassungsstelle in Würselen bleibt am 23. März deshalb geschlossen. In allen anderen Bereichen des Straßenverkehrsamtes ist – auch mit Termin - mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
Klar ist zudem, dass es auch in den Kindertageseinrichtungen zu Einschränkungen kommen wird. Welche Einrichtungen besonders stark betroffen sein werden, erfährt man unter https://www.staedteregion-aachen.de/streik.
Ergänzende Infos der Stadt Aachen:
Servicecenter Call Aachen: Das Servicecenter Call Aachen schließt um 13 Uhr, um das restliche Personal in der Zeit zwischen 8 Uhr und 13 Uhr zu bündeln. Neben der ersten telefonischen Anlaufstelle für Bürger*innen kann auch die telefonische Erreichbarkeit weiterer städtischer Einrichtungen wie zum Beispiel die des Aachener Stadtbetriebes, der Musikschule sowie die Terminbuchungshotline eingeschränkt sein.
Abfallsammlung: Die Abfallsammlung durch den Aachener Stadtbetrieb entfällt im gesamten Stadtgebiet. Der Stadtbetrieb bittet darum, die Abfallbehälter nicht herauszustellen. Der Recyclinghof in Aachen-Eilendorf bleibt geschlossen. Die Sperrgutsammlung erfolgt eingeschränkt; die ausgefallenen Termine werden in den kommenden Tagen nachgeholt. Eine Nachleerung der Abfallsammlung wird im Rahmen der nächsten regulären Entsorgungstage angeboten.
- Die Leerung der wöchentlichen Restabfallbehälter findet am 30. März statt.
- Die Leerung der 2-wöchentlichen Restabfallbehälter und der Biotonnen verschiebt sich auf den 5. April
- Die Leerung der 4-wöchentlichen Restabfallbehälter sowie der Papiertonnen ist am 20. April.
Überhangmüll, also jener Abfall, der regulär in diesem Zeitraum anfällt, darf in dieser Ausnahmesituation in den vom Streik betroffenen Gebieten zum nächsten regulären Entsorgungstermin zusätzlich zur Abholung bereitgestellt werden. Der zusätzliche Restabfall kann in handelsüblichen Säcken (beispielsweise Blaue Abfallsäcke) verpackt sein. Überhangmüll muss auch bei Vollservice-Objekten von den Bürger*innen am Abfuhrtag an der Straße zur Abholung bereitgestellt werden. Altpapier kann in Kartons zur regulären Papierabholung dazugestellt werden. Alternativ stehen auch die Recyclinghöfe für zusätzliche Altpapiermengen zur Verfügung.
Die Sammlung der Gelben Säcke durch die private Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN) im Auftrag der Dualen Systeme ist von den Streikauswirkungen nicht betroffen.
Schwimmhallen: Auf die städtischen Schwimmhallen hat der Warnstreik aller Voraussicht nach Auswirkungen: An diesem Tag bleiben die Schwimmhallen Süd, Brand und die Ulla-Klinger-Halle geschlossen. Nur die Elisabethhalle kann vermutlich öffnen.
Stadtarchiv: Der Lesesaal des Stadtarchivs bleibt aufgrund des Streiks geschlossen.
Museen: Die städtischen Museen könnten ebenfalls betroffen und komplett oder teilweise geschlossen sein.





