
Die Lage nach dem Hochwasser - Donnerstag, 29.7.2021
Nach wie vor beschäftigt uns die Lage nach der Hochwasser-Katastrophe. Hier findet Ihr die Updates von Donnerstag.
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.07.2021 04:51
Update 17 Uhr: Eschweiler ändert Essenausgaben
In Eschweiler ändern sich die Essensausgaben für Helfer und Opfer der Hochwasserkatastrophe. Noch bis einschließlich morgen/Freitag laufen die Essenausgaben zwischen 12 und 16 Uhr an den bisherigen Ausgabestellen. Ab Samstag findet die Ausgabe von warmen Mahlzeiten zentral zwischen 12 und 16 Uhr im "Haus der Begegnung - Villa Faensen", Marienstraße 7, statt. Zusätzlich wird der Standort Auestraße angefahren.
Update 15 Uhr: Schon offene Geschäfte in Eschweiler sollen sich melden
Das Citymanagement von Eschweiler arbeitet an einer Liste der inzwischen nach dem Hochwasser wieder geöffneten Läden und Geschäfte. Denn trotz aller Hindernisse durch die Zerstörung und des noch lange dauernden Wiederaufbaus gebe schon wieder einige Läden und Geschäfte, die ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Die Läden sollen deswegen dem Citymanagement mitteilen, ob oder eventuell ab wann sie geöffnet haben oder voraussichtlich öffnen werden. Auch wenn sie einen Ausweichladen oder einen telefonischen Service anbieten, werde man das gerne veröffentlichen. Folgende Angaben bitte einfach per Mail an orga@Citymanagement-Eschweiler.de senden:
- Name
- geöffnet (evtl. ab wann)
- Öffnungszeiten
- Ausweichadresse (bei Bedarf)
- Telefonnummer
Bei Fragen kann man sich auch direkt an Heinz-Peter Wiesen vom Citymanagement wenden via 02403-9770100 oder info@Citymanagement-Eschweiler.de.
Update 14 Uhr: Ökumenischer Gedenkgottesdienst im Aachener Dom
Im Aachener Dom wollen Katholiken und Protestanten Ende August bei einem ökumenischen Gottestdienst der Opfer der Hochwasser-Katastrophe gedenken. Geplant ist der Gedenkgottesdienst am 28. August, einem Samstag, vormittags ab 10 Uhr. Das haben die evangelische und die katholische Kirche sowie die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen mitgeteilt. Aachen als Ausrichtungsort ist gewählt worden, weil die Stadt zentral in Europa liegt. Damit will man daran erinnern, dass auch in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg Menschen von der Flutkatastrophe betroffen waren und sind. Zu dem Gottesdienst eingeladen werden Betroffene der Flutkatastrophe, Helfer, Notfallseelsorger sowie die Verfassungsorgane, Vertreter der Bundesländer und Repräsentanten der Nachbarländer.
Update 10:30 Uhr: Sammlung Sandsäcke Aachen / Spende vom Flipperverein "Aixtraball" / Stolberger Kino-Sommer läuft
In den Aachener Hochwasser-Gebieten wird der Stadtbetrieb am kommenden Montag (2.8.21) die Sandsäcke einsammeln. Wer Sandsäcke zu entsorgen hat, soll sie bis Montagfrüh um sieben zu diesen Sammelstellen bringen:
- Kornelimünster: Korneliusmarkt,
- Friesenrath: Friesenrather Weg, Ecke Pannekogweg,
- Hahn: Parkplatz Am Fassenhof (gegenüber vom Spielplatz)
Der Aachener Flipperverein Aixtraball mit Sitz hier am Flugplatz Merzbrück unterstützt die Flutopfer von Stolberg und Eschweiler. Aixtraball spendet 800 Euro an die Spendenkonten der bei den Städte.
Der Open-Air-Kino-Sommer "Schau!Burg" in der Stolberger Burg findet wie geplant vom 6. bis 15. August statt - unter dem Motto "10 Tage - 10 Filme". Aufgrund der hohen Nachfrage wird am Montag, 16. August, auch nochmal der Film "Catweazle" gezeigt, der in der mittlerweile teilweise zerstörten Altstadt gedreht worden ist. Der Reinerlös kommt den Hochwasser-Opfern in Stolberg zugute. Tickets bekommt Ihr HIER.
Müllentsorgung in Hochwassergebieten muss Vorrang haben
Angesichts der Abfallberge nach der Hochwasser-Katastrophe hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser um Vorrang für Betroffene gebeten. «Zur Solidarität gehört auch, jetzt nicht die Keller aufzuräumen und damit zusätzlich Sperrmüll zu produzieren. Der Abfall aus den betroffenen Regionen muss vorgehen», sagte die NRW-Ministerin nach einem Besuch in Stolberg. Dies sei von zentraler Bedeutung für den Erfolg der Aufräumarbeiten. Die Ministerin hatte sich bei dem Besuch über die Folgen des Hochwassers informiert.
Der nach dem Wassereinbruch in den Tagebau Inden vermisste 58-jährige Mitarbeiter einer Firma ist tot geborgen worden. Das hat die Bezirksregierung Arnsberg mitgeteilt. Die Inde hatte vor zwei Wochen einen Damm überspült und war im Bereich Lamersdorf in den Tagebau geflossen. Die Fluten hatten den 58-Jährigen mitgerissen. Rettungskräfte sind mit Hubschrauber, Hundestaffel und Wärmebildkamera im Einsatz gewesen, um den Mann zu finden. Aber ohne Erfolg. Letzten Donnerstag ist er dann tot geborgen worden.
Der Aachener Tierpark Euregiozoo hat alle Einnahmen aus dem Tierfutterverkauf des letzten Wochenendes für den Wiederaufbau der Reptilienauffangstation gespendet. Die Auffangstation der Städteregion befindet sich in Stolberg und wurde vor zwei Wochen durch das Hochwasser geflutet. Insgesamt wurden über 1.600 Euro gespendet. Laut dem Leiter des Tierparks, Wolfram Graf-Rudolf, blieb es bei den meisten Besuchern nicht bei der 1 Euro Gebühr für das Futter, viele haben sich mit großen und kleinen Geldbeträgen beteiligt.
Die Meldungen über neue Schäden nach der Hochwasserkatastrophe reißen nicht ab. Das Eschweiler Hallenbad an der Jahnstraße wurde stark beschädigt und es ist noch unklar inwiefern es wieder hergestellt werden kann. In der Stadt werden aktuell alle betroffenen städtischen Gebäude begutachtet und bewertet. Durch das Wasser ist die Technik im Schwimmbad komplett zerstört worden, außerdem wurden die Haupt- und Lehrschwimmbecken durch den Druck der Wassermassen nach oben gedrückt. Auch die im Keller gelagerten Materialien der Schwimmsportvereine sind unbrauchbar. Unklar ist noch in welchem Zustand die Bausubstanz ist. In ein bis zwei Wochen soll es Gewissheit geben.
Nach dem Hochwasser gehen die Aufräumarbeiten voran. Auch im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler läufen sie auf Hochtouren. Das Krankenhaus plant, bald wieder die ersten ambulanten Patienten begrüßen zu können. Ein genauer Zeitpunkt wurde aber noch nicht genannt. Die ersten Aufzüge fahren wieder, Bereiche werden auf Hochglanz poliert, Ambulanzteams organisieren und die Klinik-Sekretariate sind bereits seit einigen Tagen per Hotlines wieder erreichbar. Unterstützung hat das Krankenhaus von vielen Freiwilligen bekommen - darunter auch von Beamten der Aachener Bundespolizei, die an ihrem freien Tag mitangepackt haben. Seit gestern wird das St.-Antonius-Hospital in Eschweiler auch wieder mit Telefon und Internet versorgt.