
Demo gegen Atommüllendlager-Pläne in Belgien
Gegen die Pläne für eine Atommüllendlagerung in Belgien wird weiter mobil gemacht.
Die Initiative "Stop Tihange" wird am Mittwochabend in Aachen am Elisenbrunnen ab 18 Uhr deswegen demonstrieren - zeitgleich mit anderen Anti-Atom-Initiativen in den BeNeLux-Ländern und in Deutschland.
Solange kein Termin für eine Abschaltung der maroden belgischen Atomkraftwerke bekannt ist, will "Stop Tihange" sich nicht an einer Diskussion um die Endlagerung von Atommüll beteiligen. Zu der Demo haben die Initiatoren auch Aachens Oberbürgermeister Philipp, Städteregionsrat Grüttemeier und NRW-Ministerpräsident Laschet eingeladen.
Die gemeinsame Erklärung gegen Atommüllendlager in der Grenzregion von Bürgermeistern und Landräten aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden hat jetzt auch der Kelmiser Bürgermeister Luc Frank unterschrieben.
Hintergrund: Seit Mitte April wird eine Art Werbung für eine „Atommüllendlagerung irgendwo in Belgien“ betrieben - und zwar auf der Homepage der in Belgien für Atommüllendlagerung zuständigen Behörde NERAS. Dabei wird eine öffentliche Konsultation für die Bürger angeboten, die bis zum 13. Juni dauern soll. Nach Aussagen der NERAS handelt es sich um einen strategischen Planentwurf zur Untermauerung einer ersten Entscheidung über die Art der Endbestimmung – nämlich ein geologisches Endlagersystem - ohne Angaben dazu, wo, wie und wann es realisiert werden soll. Laut der NERAS ist eine geologische Endlagerung auf belgischem Staatsgebiet möglich und alternativlos. Bisher ist davon ausgegangen worden, dass das „belgische Endlager“ nicht in Belgien, sondern in Frankreich bei Bure/Lothringen liegen werde.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.06.2020 09:05