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DeHoGa kritisiert NGG-Trinkgeld-Vorwürfe
© NGG Aachen
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DeHoGa kritisiert NGG-Trinkgeld-Vorwürfe

Die Warnung der Gewerkschaft NGG vor möglichen Trinkgeld-Tricksereien in Gastrobetrieben hat beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) in Aachen für Empörung gesorgt.

Der allgemeine Verdacht, dass Wirte sich am Trinkgeld vom Personal bereichern, sei völlig absurd, heißt es in der Aachener Zeitung.

Der Gast könne guten Gewissens gutes Trinkgeld geben – daran würde sich ein seriöser Unternehmer niemals vergreifen. So etwas sei in der Gastro-Branche völlig verpönt und absolut unüblich. Genauso unüblich wie das alte „Tronc-System“, nach dem der Oberkellner in vergangenen Jahrhundert das gesammelte Trinkgeld gemäß eines Punktesystems an sämtliche Mitarbeiter entsprechend der Qualifikation – von der Spülkraft bis zum Barkeeper – aufteilt.


Hier die Meldung der NGG vom Mittwoch:

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Aachen warnt vor Tricksereien beim Trinkgeld.

Denn das steuerfreie Trinkgeld gehöre Kellnern und Köchen – und nicht dem Chef. Trotzdem gehe ein Teil der 10.170 Gastro-Beschäftigten hier in der Städteregion dabei leer aus, so die NGG. Gerade in kleinen Betrieben komme es immer wieder vor, dass der Chef die Trinkgeld-Kasse selbst verwalte oder einen Teil sogar vom Personal zurückfordere.

Weil allerdings viele in der Branche nur befristet oder mit einem Minijob arbeiten, trauen sie sich aus Angst um ihren Arbeitsplatz nicht, gegen Trinkgeld-Tricksereien vorzugehen. Betroffene sollten sich an die Gewerkschaft wenden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 31.07.2019 09:07

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