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Coronavirus: Regelung für Krankenhäuser geändert
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Coronavirus: Regelung für Krankenhäuser geändert

Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich auf 13 erhöht, fünf davon leben in der Stadt Aachen. Das haben die Krisenstäbe am Dienstagmittag bekannt gegeben. (Und auch aus Ostbelgien, aus Eupen, wird der erste Infizierte gemeldet.)

Wegen des Coronavirus passen die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion jetzt auch die Regelung für Krankenhäuser an.

Bisher sollen im Fall einer Infektion in der Belegschaft (nach den derzeit geltenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI)) alle Mitarbeitenden in Quarantäne geschickt werden, die mit dem Infizierten in Kontakt waren.

Ab sofort gilt jetzt, dass die Krankenhaus-Mitarbeitenden ohne Symptomatik nicht mehr unter Quarantäne gestellt werden. Stattdessen werden in den Krankenhäusern besonders gefährdete Patientengruppen durch spezifische Maßnahmen geschützt - wie beispielsweise teilweise Besuchsverbote. So will man verhindern, dass ganze Stationen lahmliegen und der Betrieb einzelner Krankenhäuser und spezieller Versorgungsangebote gefährdet wird.

In der Uniklinik der RWTH Aachen ist am Montagnachmittag eine Pflegekraft der Frühgeborenen-Intensivstation positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie hat in den letzten Tagen im Krankenhaus gearbeitet und ist auf der Intensivstation mit etwa 45 Mitarbeitern in Kontakt gewesen. Wenn man nun diese 45 Mitarbeitenden in den kommenden 14 Tagen unter Quarantäne stellen würde, käme die Arbeit auf der Intensivstation zum Erliegen. Außerdem haben Ärzte erklärt, dass ein Transport der Kinder aus der dann stillgelegten Station gefährlicher wäre als der Verbleib in der Uniklinik.

Zur Sicherung der akuten Handlungsfähigkeit des eigenen Hauses und der kritischen Infrastruktur aller Krankenhäuser in der gesamten StädteRegion hat die Leitung der Uniklinik aus ärztlichen Erwägungen die Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen gebeten, von der aktuellen Regelung der Quarantäne abzuweichen und Mitarbeitende ohne die entsprechende Symptomatik die Fortsetzung der Arbeit zu ermöglichen.

Die Krisenstäbe haben dazu beschlossen, dass für entsprechend gefährdete Patientengruppen der Krankenhäuser zum Schutz der Patienten ein Besucherstopp angeordnet wird. Für die Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen wird dringend empfohlen, von Besuchen abzusehen.


Die StädteRegion hat eine eigene Corona-Hotline (neben der an Werktagen gültigen Behördennummer 115) eingerichtet. Sie ist täglich (auch am Wochenende) von 7 bis 21 Uhr besetzt unter der 0241-510051.

Auch beim NRW-Gesundheitsministerium ist eine Hotline zum Coronavirus geschaltet worden - unter 0211-8554774.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2020 11:12

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