
Coronaviren im Abwasser
Wissenschaftlerteams aus Aachen und Frankfurt untersuchen Corona-Viren im Abwasser.
Sie hoffen, so auch eine Methode zu finden, die Rückschlüsse auf den Infektionsgrad der gesamten Bevölkerung zulässt.
Fest steht bisher, dass es in unserem Abwasser tatsächlich SARS-CoV2-Viren gibt, die aber nicht infektiös sind.
Die Anzahl der Viren kann zwar schon als eine Art Frühwarnsystem genutzt werden. Allerdings sind dadurch bisher keine Informationen über die Dunkelziffer nicht erfasster Infizierter möglich.
Weitere Verbesserungen der Methode sind denkbar - und damit auch künftige Rückschlüsse auf den Infektionsgrad und die Dunkelziffer.
Das Forscherteam wurde in Eigeninitiative vom gemeinnützigen Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e. V. (FiW), dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA), dem Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt (KGU) und der Abteilung Evolutionsökologie und Umwelttoxikologie am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität Frankfurt ins Leben gerufen und von sechs Wasserverbänden in Nordrhein-Westfalen, dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) und der University of Saskatoon in Kanada unterstützt.
Veröffentlicht: Montag, 24.08.2020 11:10