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Corona erschwert Misereor-Hilfen
© Misereor
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Corona erschwert Misereor-Hilfen

Die Corona-Krise stellt das Aachener Hilfswerk Misereor vor besondere Probleme bei seinen internationalen Hilfsleistungen.

Misereor hat die Bundesregierung deswegen zu unbürokratischen Lösungen aufgefordert und sagt, dass auch Entwicklungsprojekte jetzt einen Schutzschirm benötigen.

Reiseeinschränkungen, Kontaktsperren und Ausgehverbote behindern die Arbeit der Partner in aller Welt massiv, heißt es. Fachkräfte können auf unbestimmte Zeit ihren Dienst nicht antreten oder müssen ihre Einsätze abbrechen. Mitarbeiter von ländlichen Beratungsdiensten in Sri Lanka beispielsweise nähen Mundschutze statt aufs Land hinauszufahren, städtische Beratungsorganisationen in den Slums von Sao Paulo würden durch die staatlichen Notverordnungen ausgesperrt - und Straßenkinder-Projekte in Kenia müssten sich momentan mehr auf Desinfektionsmaßnahmen und Corona-Prävention konzentrieren.

Gleichzeitig sei das Ausmaß möglicher Notlagen durch die Pandemie in vielen Weltregionen noch gar nicht absehbar, die Entwicklungszusammenarbeit der kommenden Monate könne man kaum planen. Auch für Entwicklungsprojekte brauche man einen Schutzschirm und kreative Lösungen mit Blick auf Haushaltsordnung und Förderrichtlinien, fordert Misereor.

Die große Schnelligkeit und Flexibilität, die in Deutschland derzeit innenpolitisch bei Maßnahmen an den Tag gelegt werde, müsse auch für die entwicklungspolitischen Förderungen gelten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.04.2020 13:56

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