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Corona - die aktuellen Fallzahlen und Hinweise
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Corona - die aktuellen Fallzahlen und Hinweise

Am Mittwoch Vormittag haben die Corona-Krisenstäbe die neuen Fallzahlen vorgelegt.

Demnach gibt es jetzt 63 Infizierte in der StädteRegion Aachen, davon 22 in der Stadt Aachen.

Seit Dienstag gilt ja schon, dass vorerst bis zum Karfreitag (10.4.) keine Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern stattfinden dürfen. Bei Veranstaltungen unterhalb der 1000er-Grenze appellieren die Krisenstäbe an das Verantwortungsbewusstsein der Veranstalter und haben für sie zur objektiven Bewertung eine Checkliste erstellt.

Die Checkliste auf Basis der Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist HIER downloadbar. Die Stadt Aachen und die übrigen Kommunen der StädteRegion Aachen verfahren bei eigenen Veranstaltungen unter 1000 erwarteten Teilnehmenden nach dem gleichen Prinzip.

Die Stadt Aachen hat schon die für Sonntag, 15. März, geplante Jubiläumsveranstaltung „70 Jahre Karlspreis“ im Rathaus abgesagt. Ebenfalls abgesagt worden sind die Euregio-Wirtschaftsschau und das Regionalliga-Spiel Alemannia Aachen gegen die Zweite des 1. FC Köln.

Die Karnevalszüge in Aachen-Eilendorf und Aachen-Brand, die eigentlich am 22. und 29. März nachgeholt werden sollten, sind jetzt wegen der Corona-Gefahr auch ganz abgesagt worden. Das hat die Stadt Aachen von den ausrichtenden Vereinen erfahren.

Das St.-Antonius-Hospital (SAH) in Eschweiler hat am Mittwochmittag einen weiteren Fall eines mit dem Coronavirus infizierten intensivpflichtigen Patienten bestätigt.

Abstrichzentrum: Das Kommunale Abstrichzentrum ist wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. An der Hotline wird abgeklärt, ob zwei Bedingungen grundsätzlich erfüllt sind. Zum einen muss der Anrufende eine Kontaktperson der „1. Kategorie“ zu einem positiv getesteten Menschen sein (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum gehabt haben). Und der Anrufende muss entsprechende Krankheitssymptome aufweisen. Sollten beide Bedingungen erfüllt sein, erhält man eine Einladung ins Abstrichzentrum per E-Mail. In den vergangenen Tagen sind jeweils rund 100 Abstriche im Zentrum genommen worden. Der moderate Anstieg der Fallzahlen zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen offensichtlich zur Eindämmung und Verlangsamung der Verbreitung des Virus beitragen.

Schulen und Kita: Elf Schulen in der StädteRegion und eine Kita bleiben noch bis 15. März geschlossen. Neu dazu gehört seit Mittwoch die Würselner Grundschule in Linden. Dort ist eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden und in häuslicher Quarantäne.

Der aktualisierte Überblick:

•            Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule(Herzogenrath)

•            Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg (Aachen)

•            Regenbogenschule(Stolberg)

•            Grundschule Grengracht (Baesweiler)

•            Heilig-Geist-Gymnasium(Würselen)

•            Gymnasium Baesweiler

•            Berufskolleg Herzogenrath

•            Berufskolleg Simmerath/Stolberg (nur Standort Stolberg)

•            Pharmazeutisch-Technische Lehranstalt Baesweiler (betrifft nicht die Martinus-Schule, die im gleichen Gebäude untergebracht ist)

•            Weiterbildungskolleg der StädteRegion Aachen (Standorte Aachen und Würselen)

•            Grundschule in Linden (Grundschulverbund Weiden-Linden in Würselen)

•            Kita Biberburg (Alsdorf)

In all diesen Fällen ist der Krankheitsverlauf mild oder moderat. Die betroffenen Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Alle Anordnungen wurden aus Gründen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes getroffen, damit das Gesundheitsamt nun möglichst viele direkte Kontaktpersonen identifizieren kann. Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahem Kontakt in einem geschlossenen Raum mit dem Betroffenen zusammen waren. Die direkten Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben.

Hinweis für Menschen in Quarantäne: Die Krisenstäbe haben eine Broschüre „Informationen für Menschen in Quarantäne“ fertiggestellt. Diese Schrift richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in „häusliche Quarantäne“ begeben müssen. Hierin gibt es Antworten auf die meistgestellten Fragen und Verhaltenshinweise. Die Broschüre enthält auch Erläuterungen in leichter Sprache und steht HIER als Download zur Verfügung.

Empfehlung: Gemäß den aktuellen Empfehlungen für die Regelungen an Krankenhäuser, die den Schutz besonders gefährdeter Zielgruppen vorsieht, gilt weiterhin, dass für entsprechend gefährdete Patientengruppen ein Besucherstopp angeordnet wird. Informationen über die Umsetzung vor Ort sind in den Einrichtungen zu erfragen. Für die Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen wird dringend empfohlen, zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner von Besuchen abzusehen. Nach wie vor gilt die Aufforderung, die Hygieneregeln zu befolgen.

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (ab sofort an Werktagen von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 15 Uhr) eingerichtet. Die angepassten Dienstzeiten resultieren aus dem zurzeit abnehmenden Anrufer-Aufkommen.

Aktiviert ist an Werktagen auch die Behördenrufnummer 115.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2020 09:18

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